Seite drucken   Sitemap   Mail an den Paritätischen NRW   Suchtipps   Hinweise zur Änderung der Schriftgröße  

Generalistische Pflegeausbildung in NRW

Stellungnahme des Paritätischen zur Neuordnung der Pflegeausbildung

Seit Jahren wird diskutiert, die Ausbildungen Kranken- und Gesundheitspflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege zusammenzulegen. In den jeweiligen Bundesländern erarbeiten zurzeit Arbeitsgruppen auf Grundlage eines Entschlusses der Bundesregierung entsprechende landesspezifische Vorschläge. Eine Bund-Länder Arbeitgruppe des Bundesministeriums Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird Anfang 2011 Eckpunkte für ein neues Berufsgesetz vorlegen.

Zur Neuordnung der Pflegeausbildung im Sinne einer "Generalistischen Pflegeausbildung" hat der Paritätische NRW eine umfassende Stellungnahme veröffentlicht. Sie wurde mit den Mitgliedsorganisationen im Bereich der ambulanten und stationären Pflege sowie mit den Fachseminaren der Altenpflegeausbildung abgestimmt. Der Paritätische spricht sich aufgrund fachlicher Erfordernisse und eines gesellschaftlichen Strukturwandels grundsätzlich für die Zusammenlegung der Pflegeausbildung aus, weist aber darauf hin, dass für eine erfolgreiche Umsetzung spezifische Bedingungen erfüllt sein müssen. Neben einer einheitlichen und hinreichenden Finanzierung der Ausbildung, muss u. a. gewährleistet sein, dass die Ausbildung die zukünftigen Anforderungen insbesondere in der Altenpflege gerecht werden kann.

Zusammenfassend fordert der Paritätische NRW für die Umsetzung und Implementierung der generalistische Pflegeausbildung:

  • Das zukünftige Anforderungsprofil aus Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen von Pflegefachkräften ist vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Strukturwandels sowie der strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen weiter zu entwickeln.
  • Das Curriculum und ein didaktisches Konzept für die generalistische Pflegeausbildung müssen diesem Anforderungsprofil entsprechen und zugleich einer gestuften und durchlässigen Ausbildung Rechung tragen.
  • Die bisherigen Ausbildungsinstitutionen sollen erhalten bleiben und losgelöst von Eigenbedarf und Ausbildungsplatzbeschränkung eine flächendeckenden Ausbildung sicherstellen.
  • Die Ausbildungsinstitutionen (Lehrer/-innen) und Ausbildungsbetriebe (Praxisanleiter/-innen) sind auf die Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung vorzubereiten.
  • Die Finanzierung der Ausbildung ist zu vereinheitlichen, damit die Ausbildungsbereitschaft gesteigert wird und mit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung weitere Ausbildungsplätze eingerichtet werden.

Hier die Stellungnahme in vollem Wortlaut:

 

Generalistische Pflegeausbildung (zum Download) [Mehr]


 
top