Gesetzliche Anforderungen erfüllen, Qualität sichern und weiterentwickeln, die Zufriedenheit der Bewohner/-innen und Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige erhöhen; dies sind die Ziele der beiden Qualitätsgemeinschaften. Seit 2002 arbeiten die Einrichtungen und Dienste gemeinsam und kontinuierlich an der Pflegequalität. Seit 2005 werden regelmäßig Audits durchgeführt, in denen externe Prüfer, aber auch die Einrichtungen gegenseitig, die Qualität überprüfen.
Das Paritätische Qualitäts-Testat
Mit dem Testat wird überprüfen, ob die Einrichtungen ihre Leistungen in der häuslichen Pflege passgenau erbringen. Am Ende dieser Leistungskette muss immer der Mensch stehen, der eine gute und geplante Versorgung erhält. Entsprechend der Philosophie des Paritätischen liegt der Nutzen des Testats folglich bei den Versorgten. Wichtig ist aber auch, dass das Personal nach einer Überprüfung zufrieden ist und den Erfolg seiner Arbeit sieht. Ein weiterer Vorteil des Paritätischen Qualitäts-Testats: jede Einrichtung, die das Testat bekommen hat, schnitt auch sehr gut bei der MDK-Prüfung ab. Damit erhält die Einrichtung Sicherheit und Vertrauen in das eigene System und die erbrachten Dienstleistungen. (Mehr im Interview zur Überprüfung von Qualitätsstandards in ambulanten Pflegediensten)
Paritätische Audits
Die Paritätischen Audits wurden von der Qualitätsgemeinschaft Vollstationäre Pflege in Eigenregie entwickelt. Die Qualitätsgemeinschaft hat einen Fragenkatalog entwickelt, der alle gesetzlichen und weitere relevanten Anforderungen enthält. Zusätzlich werden jeweils drei Bewohner/ -innen zu ihrer Zufriedenheit mit der Einrichtung befragt. Die Audits wurden bewusst als Ergänzung zu den gesetzlichen Prüfungen entwickelt. Zum einen gehen die Standards über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Und zum anderen bietet die kollegiale Prüfung auf Augenhöhe einen deutlichen Mehrwert. Die Einrichtungen ermitteln ihre Stärken und Schwächen und gewinnen Erkenntnisse, um ihren Qualitätsverbesserungsprozess kontinuierlich fortzusetzen. Dabei profitieren die Prüfenden ebenso wie die Geprüften. (Mehr im Interview zu den Paritätischen Audits)