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Gesundheitsprävention mit Vollgas

Das GUT DRAUF-Mobil der RUHRWERKSTATT unterwegs an Grundschulen in Oberhausen

Gut drauf sind die Kinder, Eltern, Lehrer/ -innen und pädagogischen Fachkräfte, die an dem neuen Modellprojekt der RUHR­WERKSTATT Kultur-Arbeit im Revier e.V. in Oberhausen teilnehmen: Derzeit finden dort an vier ausgewählten Grundschulen (Josefschule, Emscherschule, Brüder-Grimm-Schule, Sankt-Martin-Schule) Ak­tions­­­tage zur Gesundheitsprävention statt. Nach Auswertung der Ergebnisse soll das Team des GUT DRAUF-Mobils jede dieser Schulen einmal pro Woche anfahren und mit Bewegungs-, Ernährungs- und Entspannungsangeboten zur ganz­heit­lichen Gesundheitserziehung beitragen.

Gesundheitserziehung

(Foto: RUHRWERKSTATT)

Aktueller Gesundheitsstand

Das Projekt richtet sich insbesondere an Familien in schwierigen Lebenssituationen (geringes Einkommen, niedriger Bildungs­grad, soziale Problemlagen) in den Sozialräumen Lirich und Styrum/Innenstadt, die zusätzliche Unterstützung bei der Gesundheitsförderung ihrer Kinder benötigen. „Es ist alarmierend, wie viele Kinder über­müdet und ohne Frühstück in unsere Einrichtungen kommen“, berichtet Stefan Melulis, Bereichsleiter Kinder und Jugendliche bei der RUHRWERKSTATT Oberhausen. Bundesweit ist die Zahl der Infektions­krankheiten und Mangelerkrankungen zwar zurückgegangen, aber Auffälligkeiten wie motorische Probleme, Über- und Unter­gewicht sowie ADS-Diag­nosen, Stresssymptome und Allergien bei Kindern nehmen zu und beeinflussen ihre Lebensqualität und Leistungsfähigkeit maßgeblich.

Nachhaltige Gesundheitsförderung

Die Erfahrungen aus dem Vorläuferprojekt „Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz“, das im Dezember 2007 auslief, haben gezeigt, dass Kinder problemlos für gesundheitsfördernde Inhalte zu begeis­tern sind, die Eltern jedoch stärker zur Parti­zipation aktiviert werden müssen. „Die frühzeitige Förderung von Kindern sollte im Vorschul- und Grundschulalter ansetzen und im Alltag realisierbar sein, um nachhal­tige Wirkungen erzielen zu können. Diese Nachhaltigkeit lässt sich nur erreichen, wenn bei der Umsetzung die Eltern und Fachkräfte aktiv mit einbezogen werden, die täglich mit den Kindern zusammen sind“, erläutert Stefan Melulis das Konzept.

Die gesunde Schule

In spielerischen Workshops haben die Kinder der ausgewählten Grundschulen erarbeitet, was sie unter Gesundheit verstehen und wie sie sich eine gesunde Schule vorstellen. „Die Mehrheit der Kinder wünscht sich eine Uhr im Unterrichtsraum, längere Pausen, aber auch, dass es ihren Lehrern gut geht. Der Vorschlag, viermal in der Woche gesund und nur einmal ungesund zu essen, zeigt, wie offen die Kinder für das Thema Ernährung sind“, resümiert Stefan Melulis die ersten Ergebnisse. Während einer Kinderolympiade mit verschiedenen Stationen konnten die Kinder außerdem zeigen, wie sportlich sie sind. In weiteren Workshops haben sich auch die Eltern, Lehrer/-innen und Fachkräfte im Offenen Ganztag intensiv mit den zentralen Projektthemen Bewegung, Ernährung und Entspannung auseinandergesetzt.

Mit Vollgas voraus

Bevor das GUT DRAUF-Mobil Anfang 2009 mit Vollgas in seine Gesundheitsmission startet, müssen die Ergebnisse der Aktions­­tage ausgewertet werden. „In der Zwischenzeit führt unser Team Input-Veranstaltungen durch, organisiert Entspannungspausen oder kleine Bewegungseinheiten im Unterricht“, kommentiert Melulis den Entwicklungsstand. Insgesamt nehmen rund 600 Schüler, 43 Lehrer/-innen und 32 pädagogische Fachkräfte an dem auf drei Jahre angelegten Modellprojekt teil. Das Thema Gesundheits­prävention steht 2009 im Mittelpunkt des 13. Kinder- und Jugendberichtes der Bundes­regierung.

Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW fördert das Projekt. Weitere Kooperationspartner sind der Deutsche Kinderschutz­bund Landesverband NRW e.V. und die Stadt Oberhausen.

Kontakt:
RUHRWERKSTATT
Kultur-Arbeit im Revier e.V.
Stefan Melulis
Akazienstr. 107
46045 Oberhausen
Tel. (0208) 857 56-22
Mail: info@ruhrwerkstatt.de

 

Aus der Arbeit
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Pressekontakt
Annette Ruwwe I Telefon: 0202 / 2822-388 I Mobil: 0173 / 5830079 I Mail: presse@paritaet-nrw.org


 
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