Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW - Foto Jörg Lange
Der Paritätische in NRW. Wir verändern.
Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW - Foto Jörg Lange
"Wir verändern“. Das Motto der Mitgliederversammlung im Jahr des 60-jährigen Jubiläums des Paritätischen NRW ist zutreffen. Landesvorsitzender Cord Wellhausen brachte es auf den Punkt:. "Es gibt wohl in NRW kaum einen anderen Wohlfahrtsverband, der in den vergangenen sechs Jahrzehnten so viele Anstöße gegeben und selbst erfahren hat, wie der Paritätische“, und wandte den Blick nach vorn: "Zu den sozialen Bewegungen der Zukunft gehören zweifellos die bürgerschaftlichen Ideen und Projekte, die durch die Altersentwicklung unserer Gesellschaft entstehen werden. Viele sagen, wenn die 68er in das Rentenalter kommen, dann werden wir die ‚bunten Blumen’ dort wiederfinden, wo wir bislang noch von ‚Altenhilfe’ gesprochen haben. Damit haben wir ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie gute Ideen im Paritätischen seit nunmehr 60 Jahren umgesetzt werden.” der Paritätische NRW.
„Das ist eine Tradition auf die wir mit Blick auf die Sozialgeschichte Nordrhein-Westfalens stolz sind”, wandte sich Cord Wellhausen schließlich direkt an den NRW Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann. "Wir wissen wohl, dass die Haushaltssituation des Landes schwierig ist und die finanziellen Gestaltungsspielräume Ihres Hauses eng gezogen sind. Sie wissen aber auch, Herr Minister, dass der Paritätische kein großvolumiger Wohlfahrtstanker ist, sondern ein Verbund beweglicher kleiner und mittelgroßer Boote und Schiffe, die in schwerer See gemeinsame Navigation brauchen”, gab Wellhausen mit Blick auf den Aufbau des Paritätischen zu bedenken.
"Die Organisationen, die von sogenannten ,freiwilligen Leistungen’ der Kommunen abhängig sind, stehen häufig vor gut meinenden, aber achselzuckenden Sozialpolitikern, die mitunter von ihren Kämmerern bzw. der Bezirksregierung als kommunale Finanzaufsicht zur ,Vollbremsung’ gezwungen werden. Und das häufig ohne Sicherheitsgurt, mit allen sozialen Folgen für die Betroffenen”, richtete der Landesvorsitzende den Blick auf die Schwierigkeiten in finanzschwachen Kommunen und ergänzte darüber hinaus: "Die Einrichtungen und Dienste, die in gesetzlich geregelten Vergütungssystemen ihre Leistungen erbringen, haben es mit einem wachsenden Druck durch die Kostenträger zu tun. Oder auch mit schwierigeren Rahmenbedingungen – dazu nur das Stichwort Zivildienstdauer – , die unsere Arbeit nicht gerade leichter machen. Am Ende des nächsten Jahrzehnts wird sich die soziale Landschaft deutlich verändert haben. Und niemand kann wirklich genau sagen, welche Richtung unser Land nehmen wird. “
„Wir setzen mit unserer Sozialpolitik auch künftig auf die Integration und Teilhabe aller am Leben in der Gemeinschaft beteiligten Menschen“, betonte Minister Laumann in seiner Rede und nutzte den Anlass, um gerade in Zeiten der Finanzkrise und des Gewinnstrebens die Notwendigkeit von sozialer Verantwortung und Gemeinnützigkeit hervorzuheben. Laumann kündigte zudem an, dass Nordrhein-Westfalen aktiv in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe mitarbeiten werde, die einen Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen erarbeitet. Ausdrücklich dankte er allen im Paritätischen beschäftigten Mitarbeitern für ihr langjähriges soziales Engagement. "In all den Jahren war und ist der Paritätische für die mit ihm verbundenen Menschen ein kompetenter, engagierter und verlässlicher Partner“, betonte Laumann. "Sie haben Wege aufgezeigt, wie das soziale Klima in unserem Land verbessert, Gerechtigkeit verwirklicht und sozialer Zusammenhalt gestaltet werden kann“, erklärte der Minister. "Der Paritätische ist ein verlässlicher Partner der Landesregierung und ein Teil der Gesellschaft, auf den wir nicht verzichten können“, erklärte der Minister.
„Sie können sicher sein Herr Minister, dass Sie auch weiterhin von uns in Ihrem Bemühen unterstützt werden, das Soziale nicht nur den Kämmerern und Finanzministern zu überlassen”, erwiderte Cord Wellhausen und fügte hinzu: "Sie wissen aber auch, dass Sie es im Paritätischen mit kritischen Zeitgenossen zu tun haben, die Sie auch nach der Landtagswahl am 9. Mai 2010 beim Wort nehmen. Von heute sind es nur noch 177 Tage. Der Paritätische wird sich in den verbleibenden Wochen und Tagen einmischen, um die Interessen seiner Mitgliedsorganisationen und die vorhin von ihnen betreuten Menschen zu vertreten.”
Ausdruck aus:
http://www.paritaet-nrw.org/content/e13324/e24538/e25549/e25552/e25774/index_ger.html
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