Der Landesvorstand des Paritätischen NRW (v.li.): Dr. Annemarie Memarian, Angela Siebold, Dr. Thomas Hambüchen, Cornelia Kavermann, Hans Georg Crone-Erdmann, Fatma Aytulun, Elke Schmidt-Sawatzki (stellv. Landesvorsitzende), Cord Wellhausen (Landesvorsitzender), Dr. Georg Scholz, Jürgen Wittmer, Marianne Hürten, Klaus-Peter Schäfer, Suzan Ugursoy, Hermann Zaum (Landesgeschäftsführer). Nicht im Bild: Dieter Greese und Jürgen Herold.
Rund 600 Gäste waren in die Wuppertaler Stadthalle gekommen, 418 davon hatten eine besondere Verantwortung: Sie waren mit dem Stimmrecht ihrer Organisationen ausgestattet, den Landesvorstand des Paritätischen zu wählen. Im Amt bleiben bis 2011 neun Personen, die 2007mit einer Amtszeit von vier Jahren gewählt wurden (siehe Gesamtvorstand unten). Nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung sollen dem Landesvorstand auch in Zukunft 15 Mitglieder angehören, sodass sechs der insgesamt zehn Kandidatinnen und Kandidaten neu bzw. wiedergewählt wurden.
Die Solidarität der Mitglieder im Paritätischen zu stärken hat sich Dr. Thomas Hambüchen auf die Fahne geschrieben. "Ich stehe heute hier für den Versuch, gemeinsam Probleme anzugehen und Bündnisse zu schmieden“, betonte der Geschäftsführer der Drogenhilfe Köln angesichts gefährdeter Finanzierungen und steigenden Konkurrenzdrucks. "Wenn wir unsere Ziele durchsetzen wollen, müssen wir streitbar sein“, zeigte sich Marianne Hürten kämpferisch gegenüber Politik und Verwaltung. Die Einrichtungen bräuchten eine gesicherte Finanzierung, die Kostensteigerungen abdeckt und qualifiziertes Personal bezahlbar macht, so die Landesvorsitzende von Pro Familia. "Ich arbeite seit zwölf Jahren im Landesvorstand mit. Ausschlaggebend ist, dass ich in einer ,Wachstumsbranche’ arbeite mit Kindern, Jugendlichen und Familien, die in Armut leben,“ begann Cornelia Kavermann ihr Statement. Die Geschäftsführerin der AG Soziale Brennpunkte Bottrop forderte konsequent: "Aufgabe des Paritätischen ist es, eine Lobby für von Armut betroffene und bedrohte Menschen zu sein und ihre Interessen weiter entschieden zu vertreten.“ Flagge zu zeigen als Paritätischer Wohlfahrtsverband sieht auch Dr. Georg Scholz als zentralen Aspekt seiner kommenden Vorstandsarbeit. "Wir sollten alle ein Stück enger zusammenrücken“, appellierte der ASB-Landesvorsitzende an die kleinen und großen Mitgliedsorganisationen des Verbandes: "Wir sind die Stimme der Schwächsten in unserer Gesellschaft, und die sollten wir gemeinsam erheben.“ Angela Siebold fand sich im Claim des Paritätischen NRW wieder: " ,Wir verändern’: Diese einfache, deutliche und doch sehr komplexe Aussage ist das, was mich seit mehr als 30 Jahren im Paritätischen begeistert. Als Teil dieses ‚Wir verändern’ bin ich dankbar, hier im Paritätischen immer wieder Impulse setzen zu dürfen für Innovation, Partizipation und Chancengerechtigkeit.“ Einen Beitrag zur gesellschaftlichen Verständigung möchte auch Suzan Ugursoy leisten. "Ich bin syrischer Abstammung, in der Türkei geboren und mit 18 Jahren nach Deutschland gekommen, berichtete die Vorsitzende von Interfamilia Köln : „Ich kenne mich in drei unterschiedlichen Gesellschaften sehr gut aus und halte überhaupt nichts von den unsachlichen Diskussionen übereinander statt miteinander.“
In seiner konstituierenden Sitzung am 11. Dezember 2009 hat der Landesvorstand Cornelia Kavermann zur stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt. Damit bilden Cord Wellhausen (Vorsitzender) und Elke Schmidt-Sawatzki (stellv. Vorsitzende) und Cornelia Kavermann (stellv. Vorsitzende) den Vorstand gem. § 26 BGB.