Der Paritätische in NRW. Wir verändern.

Ehrung und Verabschiedung Else Rieser

Niemals geht man so ganz

Verabschiedung

Elke Schmidt-Sawatzki (li.) und Else Rieser - Foto: Jörg Lange

Nach 20 Vorstandsjahren wurde die stellvertretende Landesvorsitzende Else Rieser verabschiedet
"Ihre engagierten Beiträge zur Ausrichtung unseres Verbandes oder der Zukunft der Sozialpolitik in Nordrhein-Westfalen werden mir fehlen“, bedauerte Cord Wellhausen, Landesvorsitzender des Paritätischen in NRW, anlässlich des Abschiedes seiner Stellvertreterin Else Rieser. Nach 20jähriger Vorstandstätigkeit hatte sich Rieser dafür entschieden, ihr Amt in andere Hände zu legen und bei den Vorstandswahlen 2009 nicht wieder kandidiert.

Höchste Auszeichnung
Doch die Mitgliederversammlung 2009 stand für Else Rieser nicht nur unter dem Zeichen des Abschieds, auch eine hohe Ehrung stand an. Cord Wellhausen verlieh ihr in seiner Rolle als stellvertretender Bundesvorsitzender mit der Ehrenplakette die höchste Auszeichnung des Paritätischen Gesamtverbandes. "Und ich finde: er hat dies zu Recht getan“, betonte Elke Schmidt-Sawatzki. "Für mich geht mit Ihrem Ausscheiden aus dem Landesvorstand eine ,große Dame des Paritätischen’, die mit Kraft und Elan unseren Verband geprägt hat“, nahm die stellvertretende Landesvorsitzende Abschied von ihrer langjährigen Vorstandskollegin. "Ich weiß, wovon ich rede, denn wir haben an vielen
Stellen eine gemeinsame Geschichte. Nicht nur in der Gründung von Hilfen für Frauen in Not: Else Rieser in Bonn und ich knapp 270 Kilometer nordöstlich davon in Espelkamp. Gemeinsam waren wir auch als stellvertretende Vorsitzende unseres Verbandes in den letzten zwei Jahren ein gutes Team“, blickte Schmidt-Sawatzki zurück auf eine bewegte Zeit.

Grenzenloses Engagement

Vorstandsmitglied des Margarete-Grundmann-Hauses in Bonn, die Vertretung der Freien Wohlfahrtspflege im Rundfunkrat des WDR oder der Einsatz für die Lebenssituation von Migrantinnen und Migranten: Das Engagement von Else Rieser ist vielfältig und geht auch weit über die Grenzen von NRW hinaus. So verwundert es nicht, dass auch Gäste aus Polen zur Ehrung und Verabschiedung von Else Rieser eigens angereist waren. In Dankbarkeit und Anerkennung für ihre tatkräftige Unterstützung wurde Else Rieser die Ehrenmitgliedschaft im Schlesischen Forum für Organisationen im sozialen Bereich KaFOS und im Verein für Multiple-Sklerose-Kranke, ihre Betreuer und Freunde verliehen. "Ohne das Engagement von Menschen wie Else Rieser sind lebendige Partnerschaften nicht möglich“, betonte Andrzej Bogdanowicz, Vorsitzender der Multiple-Sklerose-Gesellschaft in Schlesien. "Wenn du nun aus dem Amt als stellvertretende Landesvorsitzende des Paritätischen ausscheidest, heißt das nicht, dass die Verbindungen nach Polen abbrechen sollen“, stellte Bogdanowicz heraus. "Ich weiß genau, du wirst solange du kannst, immer weiter an einer besseren Gesellschaft arbeiten.“

Blick nach vorn

Dass diese Hoffnung mehr als berechtigt ist, zeigten nicht zuletzt die Abschiedsworte von Else Rieser, die in ihrer Rolle als langjährige Vorsitzende der Kreisgruppe Bonn dem Paritätischen auch in Zukunft erhalten bleiben wird. Neben dem Dank an die Vorstandskolleginnen und -kollegen, die Landesgeschäftsführung und Mitarbeiter/-innen des Verbandes blickte Rieser auch nach vorn und wandte sich an die Landespolitik. "Das ist einer der Wünsche, die ich für die Zukunft noch habe und die offen geblieben sind: Dem Paritätischen NRW auch haushaltsmäßig den Stellenwert zu geben, der ihm bei der Weiterentwicklung der sozialen Landschaft in Nordrhein-Westfalen zukommt.“


Ausdruck aus: http://www.paritaet-nrw.org/content/e13324/e24538/e25549/e25552/e25857/index_ger.html
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