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Portal Presse FORUM 2/2010 Selbsthilfeförderung  · 

Bundesgesundheitsminister Rösler legt klares Bekenntnis zur Selbsthilfeförderung ab

Die zukünftige Rolle der Selbsthilfe stand im Mittelpunkt einer Tagung des Paritätischen in Köln

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v.li.: Dr. Eberhard Jüttner, Bundesvorsitzender des Paritätischen; Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler; Cord Welhausen, Landesvorsitzender des Paritätischen NRW (Foto: Julia Vogel)

Ein deutliches Bekenntnis zur Arbeit der Selbsthilfe im Gesundheitswesen legte Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler anlässlich einer Tagung des Paritätischen am 15. April 2010 in Köln ab. Vor 170 Teilnehmenden aus ganz Deutschland sagte der Minister die Fortführung der finanziellen Förderung von Selbsthilfeaktivitäten nach § 20c SGB V auch in einem umgestalteten Gesundheitswesen zu.

Ohne Selbsthilfe geht es nicht
Dr. Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, begrüßte das klare Bekenntnis des Ministers und betonte den Stellenwert der Selbsthilfe im Verband: "Neue Ideen zur Gestaltung des demografischen Wandels umzusetzen, wird nur unter Einbeziehung der Kompetenz der Selbsthilfe möglich sein." Die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements in der Selbsthilfe stellte Cord Wellhausen, Landesvorsitzender des Paritätischen NRW, heraus. Der Verband werde die Unterstützung für die Organisationen vor Ort auch künftig weiter ausbauen.

Wohlfahrt, Wissenschaft und Politik
Eine lebhafte Diskussion zur Zukunft der Selbsthilfe und der Rolle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes führten Expertinnen und Experten aus Wohlfahrt, Wissenschaft und Politik: Dr. Eberhard Jüttner (Bundesvorsitzender des Paritätischen), Dr. Ute Winkler (Referatsleiterin im Bundesministerium für Gesundheit), Klaus Bremen (Moderation), Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle (Präsidentin Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband), Meike Fabian (Selbsthilfe-Kontaktstelle Lippe) und Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt (Evangelische Fachhochschule RWL Bochum) stiegen in die Arena des "Zirkus- und Artistikzentrum Köln" (ZAK), einer Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW. In Arbeitsgruppen wurde diskutiert, welche Unterstützung für die Selbsthilfe vom Gesundheitsminister erwartet wird. Der Paritätische wird diese Hinweise und Anregungen bündeln und als "Post an den Minister" weiterleiten und in die bundesweite Diskussion einbringen.

Verband der Selbsthilfe
Bundesweit ist der Paritätische das größte deutsche Netzwerk in Deutschland von Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen sowie von Unterstützungseinrichtungen der Selbsthilfe. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen hat der Paritätische daran mitgewirkt, dass nahezu in allen Kommunen des Landes selbsthilfeinteressierte Bürger/-innen die Unterstützung einer Selbsthilfe-Kontaktstelle oder eines Selbsthilfe-Büros in Anspruch nehmen können. Mit dem Selbsthilfenetz (www.selbsthilfenetz.de) verfügt der Paritätische in Nordrhein-Westfalen über ein eigenes Internetportal, in dem die Bürger/-innen Selbsthilfegruppen suchen können und alle wichtigen Informationen über die Selbsthilfe finden. Doch gibt es schlechte Nachrichten: Erstmals muss in NRW eine Einrichtung zur Selbsthilfeunterstützung geschlossen werden. Mit dem 31. Mai 2010 endete die Arbeit des Selbsthilfe-Büros Kreis Borken, nachdem die Zuschüsse des Kreises komplett gestrichen wurden. (siehe Bericht)

 

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Annette Ruwwe I Telefon: 0202 / 2822-388 I Mobil: 0173 / 5830079 I Mail: presse@paritaet-nrw.org


 
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