Der Paritätische in NRW. Wir verändern.

Sprachrohr für die Werkstattbeschäftigten

Mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatt räte NRW wurde eine verbandsübergreifende Interessenvertretung der Mitarbeiter/-innen in Werkstätten für behinderte Menschen geschaffen.

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Bei der Gründungsversammlung der LAG Werkstatträte NRW sicherte der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW Karl-Josef Laumann (Foto Mitte) die weitere Förderung der Landesregierung zu.

Am 17. März 2010 fand im Düsseldorfer Landtag die verbandsübergreifende Gründungsversammlung einer Landesvertretung der nordrhein-westfälischen Werkstatträte in Werkstätten für behinderte Menschen statt. Dies ist das erste Mal, dass in Nordrhein-Westfalen eine Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte für behinderte Menschen (LAG WR NRW) gebildet wurde. Neben dem Paritätischen NRW werden auch die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Rote Kreuz und die Diakonie in der LAG WR NRW vertreten sein.

Förderung zugesichert
"Die Werkstatträte tragen als Mitarbeitervertreter eine große Verantwortung für ihre Kolleginnen und Kollegen in den Werkstätten", so der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW Karl-Josef Laumann, der zur Gründung der LAG gratulierte und weiterhin die
Förderung der Landesregierung von bedarfsgerechten Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung trotz schwieriger Haushaltslage zusicherte. Werkstatträte haben wichtige Mitbestimmungsrechte, beispielsweise bei der Gestaltung von Arbeitszeiten und Löhnen in den Betrieben. Sie vertreten nach der Werkstätten-Mitwirkungsordnung die Interessen aller in den Werkstätten beschäftigten Menschen mit Behinderung und werden alle vier Jahre neu gewählt. Die neue Landesarbeitsgemeinschaft wird die Arbeit der Werkstatträte in den einzelnen Werkstätten wirksam unterstützen und somit dabei helfen, die Belange aller Mitarbeiter/-innen in nordrhein-westfälischen Werkstätten für behinderte Menschen wirkungsvoll auf Landes- und Bundesebene zu vertreten. Sie ist Sprachrohr für die Belange von Werkstattbeschäftigten
gegenüber Politik und Verwaltung. Die LAG WR NRW wird außerdem den gegenseitigen Erfahrungsaustausch und die intensive Zusammen arbeit mit der LAG der Werkstätten für behinderte Menschen NRW sowie den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege in diesem Bereich
pflegen.

70 000 Menschen profitieren
In der Landesarbeitsgemeinschaft werden 17 Delegierte aus allen Spitzenverbänden, die Werkstätten für behinderte Menschen betreiben, zusammenkommen. Der Paritätische NRW, in dem fast die Hälfte aller Behindertenwerkstätten zusammengeschlossen ist, sendet dabei mit sieben Delegierten die größte Anzahl an Vertretern in dieses Gremium. Anlässlich der 1. Delegiertenversammlung der Werkstatträte aus Paritätischen Mitgliedswerkstätten am 9. Februar 2010 wurden durch mehr als 70 Werkstattratsmitglieder die sieben Delegierten und ihre Vertretungen gewählt. In Nordrhein-Westfalen gibt es insgesamt 104 Werkstätten für Menschen mit Behinderung. In diesen Werkstätten arbeiten fast 70 000 Menschen, die nun von der neuen Landesarbeitsgemeinschaft und ihrer Arbeit profitieren werden.

Koordination im Verband
Koordiniert wird die Arbeit der Delegierten der paritätischen Werkstätten durch Bernd Conrad, Geschäftsführer der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung – Kreisvereinigung Detmold e. V., sowie Harald Mohr, Fachberater im Paritätischen für Werkstätten für behinderte Menschen. Maßgeblich für dieses Angebot ist aber der erklärte Wunsch der Delegierten hinsichtlich Art und Umfang der Unterstützung. Alle mit der Arbeit der LAG WR NRW im Zusammenhang stehenden Aufwendungen tragen derzeit die entsendenden Werkstätten.

www.nrw-werkstattrat.de
www.nrw-werkstattrat.de

Ausdruck aus: http://www.paritaet-nrw.org/content/e13324/e24538/e27499/e27604/index_ger.html
[ Portal Presse FORUM 2/2010 Menschen mit Behinderung ]
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