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Portal Presse Kurz notiert 2009 pro familia-Fachtag  · 

Mit dem Baby stimmt was nicht!

pro familia-Fachtag "Pränataldiagnostik und auffällige Befunde in der Schwangerschaft"

80 Berater/-innen (SozialberaterInnen, PsychologInnen und Ärztinnen) aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen am 16.11.2009 nach Münster zum Fachtag von pro familia, die Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualberatung und Sexualpädagogik. In enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Pränatalmedizin an der Universitätsfrauenklinik Münster organisierte der pro familia Landesverband NRW und die pro familia Beratungsstelle Münster eine Veranstaltung zu allen medizinischen, psychologischen und sozialen Aspekten rund um das Thema Auffälliger Befund in der Schwangerschaft.

Das müssen wir unbedingt weiter abklären.
Dieser oder ähnliche Sätze sind für viele Schwangere und ihre Partner der Beginn einer schwierigen Zeit. Gestern noch glücklich schwanger, sitzt der Schock oft tief, wenn mit dem Baby etwas nicht in Ordnung ist. In der Regel folgen weitere Untersuchungen und die Weiterverweisung an hoch spezialisierte Praxen oder Klinikzentren. Sollte sich herausstellen, dass bei dem Kind eine Erkrankung oder eine Behinderung vorliegt, sind die meisten traurig und verzweifelt. In dieser Phase benötigen Paare viele Informationen. Was bedeutet die Erkrankung, wie ausgeprägt wird sie sein und welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen? Neben der medizinischen Information brauchen sie jedoch auch Unterstützung und Begleitung. Die so genannte „psychosoziale Beratung“ soll Schwangere und ihre Partner in einer Zeit der Krise unterstützen und ihnen helfen, weitere Entscheidungen zu treffen.

Gute Versorgung durch Kooperation
Am Besten gelingt eine gute Versorgung, wenn Frauenärzte, Pränatalmediziner und Beratungsstellen, die Paare in dieser schwierigen Situation begleiten, eng zusammen arbeiten. Mehrere Studien haben das in der Vergangenheit gezeigt. Gute Erfahrung macht auch die Universitätsfrauenklinik in Münster, die in enger Kooperation mit der pro familia Beratungsstelle Paare rund um die Pränataldiagnostik berät. Zwei pro familia Ärztinnen mit entsprechenden Zusatzausbildungen bieten täglich psychosoziale Beratung in den Räumen der Uniklinik an.

Neues Schwangerschaftskonfliktgesetz
Die Bedeutung dieser Beratung unterstreicht auch das neue Schwangerschaftskonfliktgesetz, das am 01.01.2010 in Kraft tritt. In Zukunft haben die Ärzte und Ärztinnen, die der Schwangeren die Diagnose mitteilen, die Pflicht über „ mögliche medizinische, psychische und soziale Fragen sowie der Möglichkeiten zur Unterstützung bei physischen und psychischen Belastungen mit ihren Patientinnen zu erörtern.“ Eine große Herausforderung für die Spezialisten in den Zentren. Zusätzlich sind sie verpflichtet über eine weitere und vertiefende psychosoziale Beratung zu informieren und im Einvernehmen mit der Schwangeren Kontakte zu Beratungsstellen und zu Selbsthilfegruppen und Behindertenverbänden zu vermitteln.
 
pro familia hofft, dass sich mit dem neuen Gesetz bestehende Kooperationen weiter ausbauen und neue dazu kommen. Die Ärztinnen, Psychologen und Sozialberaterinnen aus den Beratungsstellen sind durch viele Fachveranstaltungen in den letzten Jahren gut gerüstet. pro familia steht hier als Kooperationspartner in 29 Städten in NRW zur Verfügung. (www.profamilia.de/nrw)

 

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