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„Frauen müssen sich endlich trauen“

Eine Quote für Frauen in Führungspositionen kann nur der erste Schritt sein

Foto: Bascha Mika

Bascha Mika (Download)

Düsseldorf, 13.7.2011. „Unsere Gesellschaft humpelt auf einem Bein: dem männlichen. Deshalb braucht sie ein Krücke: die Frauenquote“, forderte Bascha Mika anlässlich einer Fachtagung des Paritätischen in Düsseldorf. „Und ist uns das zweite Bein endlich gewachsen, schmeißen wir die Krücke in die Ecke“, führte die streitbare Autorin und frühere Chefredakteurin der taz fort. Unterstützt wurde sie von Elke Schmidt-Sawatzki, stellvertretende Landesvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in NRW. „Im ersten Schritt brauchen wir die Quote, um Chancen für Frauen zu eröffnen. Und dann müssen Frauen sie auch ergreifen“, appellierte Schmidt-Sawatzki an ihre Geschlechtsgenossinnen.

Foto: Elke Schmidt-Sawatzki

Elke Schmidt-Sawatzki (Download)

Frauen müssten sich endlich trauen, griff die stv. Landesvorsitzende des Paritätischen NRW die provokante These von Bascha Mika auf, die mit ihrem im Februar 2011 veröffentlichten Buch „Die Feigheit der Frauen“ für kontroverse Diskussionen in der frauenpolitischen Debatte gesorgt hat. Die Autorin fordert von sich und anderen Frauen den Mut, dem selbstgewählten Rückfall in alte Rollenmuster zu widerstehen. Doch Mika streitet nicht nur gegen den weiblichen Selbstbetrug, sondern ging bei der Fachtagung des Paritätischen auch mit den strukturellen Rahmenbedingungen streng ins Gericht. Eine Frauenquote hätte längst durchgesetzt werden müssen ebenso wie Ausbau der Kinderbetreuung. Das Ziel bis 2013 für 35 Prozent der unterdreijährigen Kinder Betreuungsplätze zu schaffen sei ein Scherz, so Mika: „Die Politik drückt sich und am Ende der Kette bleibt es an den Frauen hängen.“

Unsere Gesellschaft könne es sich nicht leisten, zahlreiche Talente zu verschleudern. Denn Frauen in Führungspositionen spiegelten nicht nur den realen Bevölkerungsanteil wieder, sondern führten auch zu mehr sozialer Kompetenz in den Führungsetagen der Unternehmen, betonte Elke Schmidt-Sawatzki. Frauen müssten endlich lernen, Netzwerke aufzubauen und konsequent zu nutzen, waren sich die rund 130 Teilnehmerinnen der Fachtagung am 12. Juli 2011 im Düsseldorfer Hotel am Zault einig. Organisiert wurde die Fachtagung vom Paritätischen Bildungswerk NRW in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungstelle der Stadt Wuppertal.

Bilder und Hintergrundinformationen:

Eingestellt: 13. Juli 2011

 

Pressekontakt
Annette Ruwwe I 0202/2822-388 I 0173/5830079 I presse@paritaet-nrw.org


 
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