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Bürgerengagement und Erwerbsarbeit
- eine Sache der Einstellung
Künstler bekommen Gage, wenn sie engagiert, d. h. wörtlich: "in Gage genommen" werden. Im Französischen - von dort stammt der Begriff - war Gage ursprünglich der Soldaten-Sold. Bürgerengagement wäre nach damaliger Sicht ein Widerspruch in sich. Und heute? Wer sich als Bürger engagiert, will auch seinen ganz persönlichen Nutzen davon haben. In individueller, in ideeller Währung. Demokratie verwirklichen? Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen? Sich als kompetent, als gebend erleben, anerkannt werden? Soziale Kontakte zu Gleichgesinnten oder gleich Betroffenen pflegen? Es gibt viele gute Gründe für ehrenamtliches Engagement. (die Redaktion)
Freiwillig und ehrenamtlich - diese Begriffe gehören zusammen. Bürgerengagement setzt den freien Bürger voraus, der aus eigenem Entschluss und Antrieb handelt.
Und was hat das mit Arbeitsmarktpolitik zu tun?
Diese Frage wird z. Zt. in NRW von Vielen diskutiert - und zwar ziemlich kontrovers. Minister Harald Schartau hat das Thema auf die Agenda gesetzt und wirbt für genau dies: Bürgerengagement in der Arbeitsmarktpolitik.
Wir stellen Ihnen Informationen, Thesen und Standpunkte aus dieser Diskussion vor. Pro und Contra gehören wie immer dazu.
Wir haben Dr. Schäffer zum Thema befragt, Leiter der Abteilung Arbeit im MASQT, lassen einen Selbsthilfe-Fachmann zu Wort kommen und - last not least - ehrenamtlich Tätige von einem arbeitsmarktpolitischen Träger in Marl.
In den Niederlanden werden Wege über eine ehrenamtliche Tätigkeit in den ersten Arbeitsmarkt schon länger gesucht. In zwei Artikeln werden die Erfahrungen reflektiert, u.a. mit Blick auf die Freiwilligenagenturen, die es ja auch in NRW gibt.
Erste Vorschläge für mehr Beteiligungsrechte von Bürgern, die Sozialleistungen beziehen, macht Helmut Hartmann, und erläutert, warum es klug wäre, Hilfeempfängern nicht die Hände zu binden, wenn man sie unterstützen will, ihr Leben wieder selbständig in die Hand zu nehmen.
Weitere Artikel beschäftigen sich u. a. mit dem neuen Landes-Konzept "Sozialagenturen", mit einer Spätfolge unserer "Hilfe durch Zwang" - Ausgabe, einem arbeitsmarktpolitischen Kooperationsprojekt zur Arbeitsvermittlung, der beruflichen Integration Behinderter, usw. usw.
Dass auch diesmal genug Interessantes für Sie dabei ist, wünscht sich und Ihnen
Die Redaktion
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