Shilouetten von Menschen, darüber geschrieben #Nicht mit uns, Muslime und Freunde gegen Gewalt und terror

Friedensmarsch

#NichtMitUns – Demonstration gegen Gewalt und Terror

Die Anschläge von Menschen, die sich zur Rechtfertigung auf den Islam berufen, häufen sich. Musliminnen und Muslime aus ganz Deutschland rufen gemeinsam mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis zu einem Friedensmarsch am 17. Juni 2017 in Köln auf (13 Uhr, Heumarkt). Der Paritätische NRW unterstützt dieses Zeichen gegen Gewalt und Terror und hat den Aufruf zu der Demonstration unterzeichnet.

Initiiert wird der Friedensmarsch von der Islamwissenschaftlerin und Publizistin Lamya Kaddor und dem Friedensaktivisten Tarek Mohamad. Sie haben die Demonstration ganz bewusst in den Fastenmonat Ramadan gelegt.  Dieser ist für die Musliminnen und Muslime ein Monat des Friedens, der Solidarität mit den Armen, der Familie und der guten Nachbarschaft. Immer wieder wird er aber auch von Terroristinnen und Terroristen für ihre abscheulichen Taten missbraucht.

Gegen eine Spaltung der Gesellschaft


„Wir tun es nicht, weil wir uns als Muslime von diesen Gewalttätern distanzieren müssten. Um sich zu distanzieren, müsste es vorher eine Nähe zu diesen Verbrechern gegeben haben. Aber wir Muslime haben keine inhaltliche, keine geistige, keine emotionale Nähe zu IS-Terroristen, zu al-Qaida-Kämpfern oder Boko-Haram-Rebellen“, schreiben Kaddor und Mohamad in ihrem Aufruf. Sie wollen deutlich machen, dass sie es nicht zulassen, dass Terroristinnen und Terroristen im Namen des Islams oder im Namen anderer Religionen oder Ideologien Unschuldige töten und alles beschmutzen, was den Menschen im 21. Jahrhundert wichtig ist. Unter dem Motto #NichtMitUns wollen sie gegen Extremismus, Terrorismus, Krieg und Diktatur demonstrieren. Sie treten ein für eine solidarische Welt, für Pluralismus innerhalb und außerhalb der Religion sowie gegen eine Spaltung der vielfältigen Gesellschaft.

Breites Bündnis unterstützt den Aufruf


Musliminnen und Muslime machen gerade einmal fünf bis sechs Prozent der deutschen Bevölkerung aus und sind kaum organisiert. Die meisten stehen für sich und gehören keinem Verband an. Deshalb benötigen sie die Unterstützung der gesamten Gesellschaft. Dem Aufruf zum Friedensmarsch haben sich mittlerweile viele gesellschaftliche Akteure angeschlossen, darunter neben dem Paritätischen NRW auch Mitgliedsorganisationen des Verbandes. Zusammen wollen sie am Samstag ein breites und starkes Bündnis für Toleranz, Gleichheit und Brüderlichkeit bilden. Treffpunkt ist am Samstag, 17. Juni 2017 um 13.00 Uhr auf dem Kölner Heumarkt. Die Veranstalter/-innen bitten darum, bei der Demonstration auf Fahnen bestimmter Länder, Parteien oder Organisationen zu verzichten und den Fokus auf Friedensbotschaften zu legen.