Baby während der Frühförderung

Teilhabechancen für Kinder verbessern – Zusammenarbeit von Kitas und Frühförderstellen stärken

Im Zentrum des Projektes „Teilhabechancen für Kinder verbessern“ steht die Entwicklung eines Konzeptes für eine stärkere Zusammenarbeit von Frühförderstellen und Kindertageseinrichtungen. Vor allem die Kooperationsstrukturen zwischen pädagogischen, heilpädagogischen und therapeutischen Leistungserbringern sollen verbessert werden. Ziel ist eine verlässliche, optimal abgestimmte Unterstützung für Kinder, deren Entwicklung verzögert oder durch eine Behinderung beeinträchtigt ist und deren Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft gefährdet ist.

Abgestimmte Leistungen wirken besser


Damit die individuelle Förderung eines Kindes und damit auch Inklusion gelingt, ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Kitas und Frühförderstellen unerlässlich. Denn sind (heil)pädagogische und therapeutische Leistungen aufeinander abgestimmt und dabei auch die Eltern und die Kita einbezogen, erhöht das die Wirksamkeit der Maßnahmen.

Verschiedene Akteure zusammenbringen


Grundlage für eine funktionierende Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure und Fachrichtungen ist zunächst einmal ein gemeinsames Verständnis von Behinderung. Damit Kita und Frühförderstelle die Beschreibung eines Kindes – beispielsweise zum Gesundheitszustand – gleich interpretieren, müssen beide Institutionen dieselbe „Sprache“ sprechen. Darüber hinaus sollen Mustervereinbarungen erarbeitet werden. Darin ist dann verbindlich die regionale Zusammenarbeit zwischen Kita und Frühförderstelle geregelt. Zudem soll der Austausch zwischen Eltern, Kitas, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Ärztinnen und Ärzten optimiert werden.

Acht Modellregionen in NRW


„Teilhabechancen für Kinder verbessern“ ist ein Projekt der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Die praktische Umsetzung erfolgt in acht Modellregionen in Nordrhein-Westfalen, vier im Rheinland (Düsseldorf, Oberbergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis und Oberhausen) und vier in Westfalen-Lippe (Kreis Steinfurt, Castrop-Rauxel, Dortmund und Gelsenkirchen). Der Paritätische NRW koordiniert die Modellregionen im Rheinland und engagiert sich zudem in der Steuerungsgruppe und im Beirat des Projektes. Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. Es ist im August 2016 gestartet und endet am 31. Juli 2019.