BIldausschnitte aus dem Digitalen Workcamp des SCI in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit.

Auf Spurensuche nach Zwangsarbeit

Digitales Workcamp: Fotoprojekt lädt Freiwillige zum Diskutieren und Entdecken ein

Die Friedens- und Freiwilligenorganisation Service Civil International (SCI) Deutschland, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, veranstaltet regelmäßig Workcamps, in denen internationale Freiwillige jeder Altersgruppe für kurze Zeit ein gemeinnütziges Projekt unterstützen. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es derzeit verschiedene digitale Workcamps. Darunter das Online-Fotoprojekt, bei dem die Teilnehmenden unter dem Motto „Auf Spurensuche nach Zwangsarbeit“ in ihrem Heimatort mit der Kamera Situationen und Orte für eine virtuelle Fotoausstellung festhalten.

Internationaler Austausch

Das digitale Projekt findet vom 12. bis 23. Juli 2021 in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit statt. Es bietet den Teilnehmer*innen eine gute Gelegenheit, von Zuhause aus internationale Erfahrungen zu sammeln, indem sie andere Interessierte aus der ganzen Welt kennenlernen. Mit den Workcamps soll einerseits das bürgerschaftliche Engagement junger Menschen gefördert und gemeinnützige Projekte unterstützt werden. Andererseits geht es bei den englischsprachigen Workcamps auch darum, in einer internationalen Gruppe gemeinsam zu arbeiten. Dadurch soll das interkulturelle Lernen der Teilnehmenden unterstützt und deren Toleranz und Offenheit gegenüber Menschen aus anderen Kulturen gestärkt werden.

Von persönlichen Eindrücken zur gemeinsamen Fotoausstellung

Bei den täglichen Online-Treffen sprechen die Teilnehmenden über ihre eigenen Erfahrungen beim Fotografieren und erfahren mehr über die verschiedenen Formen der Zwangsarbeit in der Vergangenheit und Gegenwart. Dabei sind sie eingeladen, darüber zu reflektieren, welche Rolle jeder Einzelne heutzutage bei der Zwangsarbeit spielt und was jeder Mensch tun kann, um andere auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Im Fokus des sogenannten Study Camps steht neben dem thematischen Austausch auch die gemeinsame Vorbereitung einer virtuellen Fotoausstellung. Denn die Bilder und Eindrücke der Teilnehmenden werden mit Unterstützung eines professionellen Fotografen zu visuellen Geschichten verarbeitet und in einer Online-Ausstellung präsentiert.

Über SCI Deutschland

Ziel des SCI Deutschland ist es, mit Hilfe von internationaler Freiwilligenarbeit sowie durch konkrete soziale, kulturelle, ökologische und antirassistische Projekte Frieden, gewaltfreie Konfliktlösung, soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und internationale Zusammenarbeit zu fördern. Der SCI arbeitet mit einem Netzwerk von Zweigstellen und Partnern in mehr als 90 Ländern zusammen. Jedes Jahr organisiert SCI Deutschland etwa 50 internationale Workcamps in Deutschland.

 

 

Bild: © Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit/Oliver Peters