Gegen eine Abschottungspolitik

Paritätischer fordert legale Zugangswege für Flüchtlinge in die EU

Der Paritätische Gesamtverband fordert die Gewährleistung legaler und gefahrenfreier Zugangswege in die EU für Flüchtlinge anstelle von militaristischer Kleinstaaterei, einer weiteren Abschottung Europas und der Schaffung von Internierungslagern in Afrika. Damit stellt er sich deutlich gegen das aktuell von der Partei Alternative für Deutschland (AfD) vorgestellte "Asylkonzept".

Die Forderung nach der Abschaffung des individuellen Asylrechts stelle einen neuerlichen kalkulierten Tabubruch dar, wie er für die AfD mittlerweile typisch sei, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Ebenso verhalte es sich mit der Schließung der deutschen Grenze, die nichts anderes als die Abkehr von der praktischen Freizügigkeit in der EU bedeuten würde. Die asylpolitischen Vorschläge der AfD seien teils menschenverachtend, teils absurd, in jedem Fall aber Gift für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 


Humanes Handeln der gesamten EU gefordert


"Der Paritätische wendet sich ganz ausdrücklich gegen eine solche Politik der Internierungslager und die Auslagerung des Flüchtlingsschutzes vor Europas Grenzen. Globale Probleme wie das der Flüchtlinge erfordern ein humanes Handeln der gesamten EU und keine militaristische Kleinstaaterei“, so Schneider. Das individuelle Asylrecht sei unantastbar und in jedem Falle zu erhalten. „Was wir brauchen sind keine verantwortungslose Abschottung, sondern sichere legale Zugangswege in die EU und die solidarische Verteilung unter deren Mitgliedern", so Schneider.