Preisverleihung: Drei junge Frauen halten einen Scheck über 2000 Euro für das Handwerkerinnenhaus in der Hand, daneben Dr. Volker Bandelow

Initiativenpreis 2017

Paritätisches Jugendwerk NRW würdigt herausragende Projekte der Kinder- und Jugendarbeit

Drei Projekte der Kinder- und Jugendarbeit sind jetzt mit dem Initiativenpreis 2017 unter dem diesjährigen Motto „Not macht erfinderisch“ ausgezeichnet worden: Das Handwerkerinnenhaus Köln,  das Nachbarschaftsheim Wuppertal und der Alsdorfer Verein Aber Hallo sind alle drei Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW.

Mädchen mit Fluchtgeschichte bauen Möbel


Der erste Preis (2000 Euro) ging an das Handwerkerinnenhaus Köln. In dem Projekt „Zukunft bauen“ erstellten Mädchen mit Fluchtgeschichte im Alter von 14 bis 18 Jahren Kleinmöbel. Dabei lernten sie den Umgang mit Maschinen und Werkzeugen in einem geschützten Raum. „Nicht nur das tatsächliche Möbel bauen zeichnet das Projekt aus, sondern auch die Idee, dass Mädchen an ihrer eigenen beruflichen Zukunft bauen“, lobte die Jury. Ihr gehören fünf unabhängige Fachkräfte an, die der Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit verbunden sind. Neben der Handwerksarbeit wurden die Mädchen sozialpädagogisch begleitet und auf Angebote in der Stadt aufmerksam gemacht. Gleichzeitig wurde mit ihnen die deutsche Sprache geübt.

Interkultureller Treff für Jugendliche ab 19 Jahre


Für das Projekt „19 plus“ erhielt das Nachbarschaftsheim Wuppertal den zweiten Preis (1000 Euro). In dem interkulturellen Projekt wurde ein Treff für Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung geschaffen. Das Angebot wurde inzwischen verstetigt und hat Einzug in den Räumen der Offenen Tür gefunden. Das Nachbarschaftsheim Wuppertal ist damit dem Wunsch älterer geflüchteter Jugendlicher nach kostenloser Freizeitgestaltung und einem Ort des Zusammenseins und Austauschs unter Gleichaltrigen (19+) nachgekommen.

Migration und Flucht als Street-Art-Thema


Mit dem dritten Preis (500 Euro) wurde der Alsdorfer Verein Aber Hallo ausgezeichnet. Zehn Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte gestalteten in dem Street-Art-Projekt „Die Wand im Kopf“ ein Graffito – und beschäftigten sich mit den wohl aktuellsten gesellschaftlichen Themen: Migration und Flucht.

Der Preis und die Verleihung


„Die Projekte machen deutlich, wie reaktionsschnell, flexibel, zeitnah und passgenau die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sind“, lobt der Vorsitzende des Paritätischen Jugendwerks NRW, Dr. Volker Bandelow: „Kindern und Jugendlichen müssen Möglichkeiten gegeben werden, sich aktiv und reflektiert mit gesellschaftlich aktuellen und relevanten Themen auseinanderzusetzen.“

Vergeben wird der Initiativenpreis alle zwei Jahre und zu immer wechselnden Themen. Bewerben konnten sich Initiativen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in NRW. Verliehen wird er stets am Ort der Initiative, die den ersten Preis gewonnen hat – in diesem Jahr im Handwerkerinnenhaus Köln.

Dr. Volker Bandelow (Vorsitzender des Paritätischen Jugendwerks NRW) überreichte den ersten Preis an das Handwerkerinnenhaus Köln.
Der zweite Preis ging an das Nachbarschaftsheim Wuppertal.
Der Alsdorfer Verein Aber Hallo wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet.