Mann klopft anderem Mann auf Schulter

Schritt für Schritt – Brücken bauen

Langzeitarbeitslose dabei zu unterstützen, schrittweise für sich und ihre Familien neue Lebens- und Arbeitsperspektiven zu entwickeln und sie so befähigen, ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis einzugehen: Das ist das Ziel des Projekts „Schritt für Schritt – Brücken bauen“. Der Ansatz ist niedrigschwellig und unterscheidet sich von vielen anderen Maßnahmen für Langzeitarbeitslose. Denn oft sind Menschen, die lange arbeitslos waren, mutlos und überfordert, wenn es an die Arbeitssuche geht. Langsam die Gewohnheiten ändern, sich Rat holen bei scheinbar kleinen Fragen, das ist möglich im Rahmen des Projekts „Schritt für Schritt – Brücken bauen“.

Peer-to-Peer


Das Projekt basiert auf dem Peer-to-Peer-Ansatz: Menschen, die selbst seit langem arbeitslos sind, helfen anderen Menschen in derselben Situation. Diese Lotsen erhalten vorab Qualifizierungen und ein begleitendes Coaching. Von dem Lotsen-Prinzip profitieren alle: Langzeitarbeitslose, die Hilfe suchen, finden neben den offiziellen Ansprechpartnerinnen und -partnern jemanden, der ihre Sorgen und Nöte aus eigenem Erleben heraus kennt. Die Lotsen wiederum machen die Erfahrung, dass sie gebraucht werden und ihr Einsatz viel Wert ist. Dieses neu gewonnene Selbstvertrauen hilft bei der Jobsuche und stärkt die Motivation, dauerhaft in einem Beschäftigungsverhältnis zu bleiben.

Gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen


Das Ziel des Projekts ist also – neben der langfristigen Integration in den ersten Arbeitsmarkt – vor allem, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Dabei stellt sich das Projekt parteiisch auf die Seite der Langzeitarbeitslosen. Sie sollen nicht auf Biegen und Brechen irgendeiner beliebigen prekären Beschäftigung nachgehen, sondern in die Lage versetzt werden, motiviert und selbstbewusst ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft zu finden.

Projektpartner


„Schritt für Schritt – Brücken bauen“ ist ein Projekt der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Das Projekt ist 2013 mit Unterstützung des damaligen Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW an fünf Standorten gestartet. In Oberhausen wird es vom Verein Ruhrwerkstatt Kultur-Arbeit im Revier, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, umgesetzt. Der Paritätische NRW begleitet die Umsetzung in Oberhausen, berät die Ruhrwerkstatt und ihre Coaches und kümmert sich sowohl um die Auswertung der Projektergebnisse als auch um die Vernetzung mit anderen Akteuren vor Ort.