Frau tröstet andere Frau

Krebsberatung

Menschen, die an Krebs erkrankt sind und ihre Angehörigen finden Unterstützung bei den Krebsberatungsstellen im Paritätischen NRW. Dabei geht es zum Beispiel darum, was passiert, wenn sie länger im Job ausfallen und wie sie finanzielle Hilfen erhalten können. Oder es geht darum, eine Kinderbetreuung oder ergänzende Pflege nach einer OP oder Reha zu organisieren.

Psychosoziale Beratung und Selbsthilfe


Daneben bieten Krebsberatungsstellen auch psychosoziale Beratung für Betroffene und ihre Angehörigen an oder vermitteln ein entsprechendes Angebot. Denn im Zusammenhang einer Krebserkrankung spielen auch die seelische Bewältigung, manchmal Trauer und zum Teil auch Krisen in einer Partnerschaft eine Rolle. Neben Selbsthilfegruppen als reine Angebote von und für Betroffene, gibt es auch durch Fachkräfte angeleitete Gesprächsgruppen.

Großes persönliches Engagement


Krebsberatungsstellen im Paritätischen NRW werden mit viel persönlichem Engagement getragen. Anbieter sind häufig Träger, die sich speziell zu diesem Zweck gegründet haben, wie beispielsweise help – Beratungsstelle für Krebsbetroffene in Leverkusen. Einige werden aber auch von Mitgliedsorganisationen getragen, die als größere Träger ein umfassendes Leistungsangebot haben, wie zum Beispiel der Arbeiter-Samariter-Bund Rhein-Erft. Wieder andere, wie die Krebsberatungsstelle der PariSozial Emscher-Lippe, haben ihr Büro direkt in einem Krankenhaus, andere sind ambulant und mit dem Auto im ländlichen Raum unterwegs.

Verlässliche Finanzierung gefordert


Die Krebsberatung in Deutschland hat keine gesetzliche Grundlage für eine gesicherte Finanzierung. Die Beratungsstellen finanzieren sich über Eigenmittel, Spenden und aus Stiftungen. Oft fehlt ihnen das Geld um genug Beratungskräfte vorzuhalten. Der Paritätische fordert eine verlässliche Finanzierung der Krebsberatung durch die Krankenkassen oder Rentenversicherungsträger auf bundesgesetzlicher Basis. In NRW unterstützt der Paritätische die Krebsberatungsstellen bei den Verhandlungen mit Politik und Kostenträgern. Aktuell gibt es eine anteilige Übergangsfinanzierung durch das Land NRW, die aber jährlich neu beantragt werden muss und keine verlässliche Basis bietet. Zudem versorgt der Verband die Krebsberatungen mit fachlichen Informationen und sorgt dafür, dass das Thema auf der Agenda weiterer gesundheitspolitischer Akteure, etwa im PatientInnen-Netzwerk NRW, steht.

Zuordnung des Themas im Verband:


Fachbereich Krebsberatung
Fachgruppe Gesundheit (Fachgruppenleiterin: Katharina Benner)