Frau tröstet andere Frau

Krebsberatung

Menschen, die an Krebs erkrankt sind, und ihre Angehörigen finden Unterstützung bei den Krebsberatungsstellen im Paritätischen NRW. Dabei geht es zum Beispiel darum, was passiert, wenn sie länger im Job ausfallen und wie sie finanzielle Hilfen erhalten können. Oder es geht darum, eine Kinderbetreuung oder ergänzende Pflege nach einer OP oder Reha zu organisieren.

Psychosoziale Beratung und Selbsthilfe

Daneben bieten Krebsberatungsstellen auch psychosoziale Beratung für Betroffene und ihre Angehörigen an oder vermitteln ein entsprechendes Angebot. Denn im Zusammenhang einer Krebserkrankung spielen auch die seelische Bewältigung, manchmal Trauer und zum Teil auch Krisen in einer Partnerschaft eine Rolle. Neben Selbsthilfegruppen als reine Angebote von und für Betroffene, gibt es auch durch Fachkräfte angeleitete Gesprächsgruppen.

 

Großes persönliches Engagement

Krebsberatungsstellen im Paritätischen NRW werden mit viel persönlichem Engagement getragen. Anbieter sind häufig Träger, die sich speziell zu diesem Zweck gegründet haben, wie beispielsweise help – Beratungsstelle für Krebsbetroffene in Leverkusen. Einige werden aber auch von Mitgliedsorganisationen getragen, die als größere Träger ein umfassendes Leistungsangebot haben, wie zum Beispiel der Arbeiter-Samariter-Bund Rhein-Erft. Wieder andere, wie die Krebsberatungsstelle der PariSozial Emscher-Lippe, haben unterschiedliche Standorte oder sind ambulant und mit dem Auto im ländlichen Raum unterwegs.

 

Verlässliche Finanzierung gefordert

Der Paritätische setzt sich sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene seit vielen Jahren für eine verlässliche Finanzierung der Krebsberatungsstellen an. Denn es gab in Deutschland lange Zeit keine gesetzliche Grundlage für eine gesicherte Finanzierung und die Beratungsstellen mussten ihre Arbeit aus Eigenmittel, Spenden und Stiftungsmitteln finanzieren. Seit Mitte 2020 übernehmen nun die gesetzlichen Krankenkassen 40 Prozent der Personal- und Sachkosten. Damit verbunden sind verschiedene Anforderungen an die Qualität. Der Paritätische NRW hilft den Krebsberatungsstellen unter seinem Dach bei der Entwicklung von Grundlagen für ein Qualitätsmanagement. Er unterstützt sie außerdem bei den Verhandlungen mit Politik und Kostenträgern und setzt sich dafür ein, dass weitere Kostenanteile übernommen werden. Zudem versorgt der Verband die Krebsberatungen mit fachlichen Informationen und sorgt dafür, dass das Thema auf der Agenda weiterer gesundheitspolitischer Akteure, etwa im PatientInnen-Netzwerk NRW, steht.

 

Zuordnung des Themas im Verband:

Fachbereich Krebsberatung

Fachgruppe Gesundheit (Fachgruppenleitung: Katharina Benner)