Gruppe Flüchtlinge bei einem Kurs

Flüchtlingsarbeit

Für den Paritätische NRW stehen bei der Flüchtlingsarbeit die Menschen im Mittelpunkt. Er unterscheidet dabei nicht zwischen Flüchtlingen mit einer guten und schlechten Bleibeperspektive. Er tritt außerdem für die Öffnung aller Regelangebote ungeachtet des Aufenthaltsstatus für alle Neuzugewanderten ein. Der Verband setzt sich ein für die Wahrung der Menschenrechte, schnelle und faire Asylverfahren, eine menschenwürdige Unterbringung, die Unterstützung besonders Schutzbedürftiger, den Ausbau von Integrationsangeboten für alle Flüchtlinge und die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements für Flüchtlinge.

Soziale Beratung für Flüchtlinge

Viele Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW haben Verantwortung im Rahmen des

Landesförderprogrammes „Soziale Beratung für Flüchtlinge“ übernommen. Sie beraten die Flüchtlinge vor Ort zu Asyl-, Aufenthalts- und Sozialrecht und helfen bei sozialen, schulischen, beruflichen und gesundheitlichen Fragen. Einen Schwerpunkt bilden neben der regionalen Sozialberatung die Asylverfahrensberatung vor und nach der Anhörung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge während der Phase der Erstaufnahme und das Beschwerdemanagement. Weitere Angebote bieten die landesgeförderten Psychosozialen Zentren (PSZ) für traumatisierte Flüchtlinge.

Neue Angebote schaffen

Die Anzahl der Beratungsstellen ist seit 2015 stark gewachsen. Zukünftig sind Angebote für eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration und reale soziale Teilhabe von geflüchteten Menschen erforderlich.  Der Paritätische NRW berät seine Mitgliedsorganisationen bei der Weiterentwicklung ihrer Leistungen und der Aufnahme in Förderprogramme. Er treibt außerdem die Vernetzung der Beratungsstellen und ihre Schulung, Begleitung und Supervision voran. Dabei arbeitet er eng mit seiner Mitgliedsorganisation GGUA aus Münster zusammen. Mit ihrem „Projekt Q“ bietet sie ein bundesweit einzigartiges Angebot an Qualifizierung der Flüchtlingsberatung.

 

Mitgliedsorganisationen sehr aktiv

Nicht nur Mitgliedsorganisationen aus der Migrationsarbeit, die seit jeher in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind, bauen ihre Angebote aus. Auch viele andere Mitgliedsorganisationen aus allen Bereichen der sozialen Arbeit haben ihre Angebote ausgeweitet oder qualifizieren sich, um in ihren regulären Angeboten besser auf geflüchtete Menschen eingehen zu können. Besonders involviert in die Flüchtlingsarbeit sind beispielsweise Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen der Hilfen zur Erziehung, der Kindertageseinrichtungen, der Frauen- und Mädchenorganisationen und der Arbeit.

 

Zuordnung des Themas im Verband:

Fachbereich Migration und Flüchtlingsarbeit

Fachgruppe Jugend, Frauen, Migration (Fachgruppenleiterin: Ute Fischer)