Gemeinsam mit den anderen Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege in NRW hat der Paritätische 40 Fragen an die Parteien des Landes gestellt , nicht zuletzt aus der großen Sorge vor massiven Kürzungen und Abbau der sozialen Infrastruktur im Land. In persönlichen Gesprächen diskutiert der Paritätische gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen mit den Kandidatinnen und Kandidaten der NRW-Landtagswahl.
Bund und Land sind gefordert Konzepte zu entwickeln
Örtliche Bündnisse, Positionierung im NRW-Landtag und auf Bundesebene: Der Paritätische und seine Mitgliedsorganisationen machen sich auf verschiedenen Ebenen für eine Sicherung der sozialen Infrastruktur in den Kommunen stark.
Am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen startet die Kampagne für eine bedarfsgerechte, gesicherte Finanzierung von Frauenhäusern in Nordrhein-Westfalen. 10.000 Frauen und Kinder in NRW suchen jährlich Schutz vor Gewalt. Mit der Kampagne fordern die Frauenhäuser einem Rechtsanspruch auf staatlichen Schutz und einer gesicherten Finanzierung.
Gemeindepsychiatrie und SGB II - Dokumentation der Fachtagung am 1. Oktober 2009
Großes Interesse fand die 10. Fachtagung Sozialpsychiatrie des Paritätischen. Über 100 Personen nahmen an der Veranstaltung am 1.10.2009 in Düsseldorf teil. Mitarbeiter/-innen aus Mitgliedsorganisationen des Paritätischen und aus Arbeitsgemeinschaften und optierenden Träger des SGB II sowie Gäste andere sozialer Träger diskutierten die berufliche Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Einbindung in das SGB II. Fazit der Veranstaltung: Die beiden Fachgremien „Sozialpsychiatrie“ und „Arbeit für Menschen mit psychischen Behinderungen“ des Paritätischen forderten, auch in Zeiten ansteigender Arbeitslosigkeit besonders benachteiligte Personengruppen am Arbeitsmarkt, wie Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen, intensiv zu unterstützen. Sie müssen besser eingebunden werden und benötigen fachspezifische Angebote. Das Know how dafür haben die Träger der Freien Wohlfahrtspflege, die daran zu beteiligen sind.
Das Thema ist gleichsam eine Versicherung für die Zukunft der Verbandsentwicklung, denn so lange der Wille der Bürgerinnen und Bürger da ist, ihr Lebensumfeld selbst zu gestalten, so lange lebt unsere Demokratie und so lange hat auch der Paritätische seinen festen Platz in der Gesellschaft, erklärte Else Rieser, stellvertretende Landesvorsitzende in ihrer Eröffnungsrede. Für Prof. Dr. Andreas Pinkwart, stellvertretender NRW-Ministerpräsident, ist Ehrenamt kein schöner Luxus. „Ehrenamt als freiwillige Selbstgestaltung gehört zur Substanz unseres Verständnisses von einer zivilen Gesellschaft“, betonte er vor zahlreichen Gästen des Paritätischen in Düsseldorf.
Dokumentation der Verhandlungen und vieler weiterer Daten und Fakten rund um die Novellierung des Gesetzes (Positionen des Paritätischen NRW, die Kampagne mit den örtlichen Aktionen)