Der Paritätische fordert die Bundesregierung auf, endlich konkrete gesetzliche Initiativen zur Verbesserung der Pflege in Deutschland einzuleiten. In einem 12-Punkte-Papier gibt der Verband dazu konkrete Empfehlungen ab. Schwerpunkte bilden die Behebung des Fachkräftemangels sowie die Abkehr von der Minutenpflege und die stärkere Berücksichtigung demenzieller Erkrankungen.
Ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, der neben körperlichen auch kognitive und psychische Beeinträchtigungen umfasst, wird ebenfalls gefordert. Wesentliches Kriterium für die Bedarfserhebung wäre dann nicht mehr der Zeitaufwand für die körperliche Pflege, sondern vor allem der Grad der Selbstständigkeit, mit dem der oder die Pflegebedürftige noch im Leben steht. Der Verband fordert darüber hinaus den Ausbau der Pflegeversicherung zu einer Bürgerversicherung, die alle Personen und alle Einkommensarten einbezieht.