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Demenz im Krankenhaus

Paritätisches Projekt verbessert Versorgung demenzkranker Patienten im Krankenhaus

Minister Laumann bezeichnet Lösungen als "vorbildhaft für alle Krankenhäuser"

NRW/Düsseldorf. Krankenhauspatienten in Deutschland werden immer älter. 2005 waren 48 Prozent 60 Jahre oder älter, 2030 werden es über 55 Prozent sein. Das bedeutet für die Versorgung: Nicht nur der akute Krankheitsfall, sondern weitere altersbedingte Krankheiten – wie zum Beispiel Demenz – müssen mit beachtet und behandelt werden.

Wie sich die Versorgung Älterer schon heute praktisch verbessern lässt, zeigen die Beispiele von vier Akutkrankenhäusern in NRW, die dem Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen sind. Sie hatten zwischen 2005 und 2008 im Rahmen des Modellprojektes „Blickwechsel – Nebendiagnose Demenz im Krankenhaus“ Modelle für eine bessere Versorgung älterer, vor allem demenzkranker Patienten, erprobt.

Auf einer Tagung im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf wurden die Ergebnisse heute von Praktikern und Experten ausgewertet.
Klaus Bremen, Geschäftsführer der „Gesellschaft für soziale Projekte“ (GSP) des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in NRW und verantwortlich für das Modellprojekt, gibt dazu drei Empfehlungen:
„1. Die Patienten brauchen nicht noch mehr Spezialisierung, sondern eine ganzheitliche Versorgung und Bezugspersonen, zu denen sie Vertrauen entwickeln können.
2. Wir brauchen Schwerpunktstationen für Demenzkranke an Krankenhäusern.
3. Vor allem aber müssen sich Krankenhäuser besser vernetzen – zum Beispiel mit Pflegediensten und Angehörigen.“

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, sieht die Themen ‚Demographischer Wandel’ und ‚Gesundheit im Alter’ als zentral für die Landesregierung: „Ich begrüße das Projekt besonders, weil es ganz praktische Vorschläge macht, wie die Versorgung alter und demenzkranker Menschen im Krankenhaus verbessert werden kann. Die hier gefundenen Lösungen können anderen Krankenhäusern in unserem Land als Vorbild dienen.“

Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, betonte auf der Tagung die Notwendigkeit „neuer Versorgungskonzepte“ für die Zukunft, um „ältere, pflegebedürftige, demenzkranke Menschen angemessen unterstützen zu können.“ Gerade Krankenhäuser müssten sich auf eine steigende Zahl demenzkranker Patientinnen und Patienten einstellen – „und bedürfen dafür guter Rahmenbedingungen.“

Jetzt komme es darauf an, so GSP-Geschäftsführer Klaus Bremen, dass „alle Beteiligten daran arbeiten, die Versorgung zu verbessern und Brüche beim Übergang ins Krankenhaus und danach zu vermeiden. Demenzkranke Patienten zeigen uns in besonderem Maße, welche dramatischen Folgen sonst zu erwarten sind.“

Medien-Information 5/2008
11. September 2008
2.536 Zeichen

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Weitere Informationen finden Sie hier:

Weitere Informationen zu dem Projekt: "Wie die Versorgung demenzkranker älterer Menschen im Krankenhaus verbessert werden kann

Anfahrtsbeschreibung Haus der Ärzteschaft
Materialien zur Fachtagung am 11.9.2008

 



 
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