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Mit guten Ideen gegen die Wand von Vorurteilen, Gleichgültigkeit und Ignoranz
Wuppertal, 4. November 2005. Mit dem „Initiativen-Preis 2005“ zeichnete das Paritätische Jugendwerk (PJW) in Zusammenarbeit mit dem NRW-Generationenministerium zum sechsten Mal mehrere besonders herausragende Jugendprojekte aus. Die mit insgesamt 3.500 Euro dotierten Preise wurden heute (4.11.) im Rahmen der Mitgliederversammlung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in der Wuppertaler Stadthalle vergeben.
„Gegen die Wand“ war das Motto des diesjährigen Wettbewerbes. Für das PJW eine treffende Beschreibung der individuellen und gesellschaftlichen Lage: „Wir rennen gegen Wände und verletzten uns, aber wir rennen auch gegen die Wand von Vorurteilen Gleichgültigkeit und Ignoranz.“ Für Dr. Volker Bandelow, Vorsitzenden des PJW war es besonders wichtig, solche Initiativen hervor zu heben, denen es gelungen ist, Menschen mit Migrationshintergrund in das Ehrenamt und in den hauptamtlichen Teams zu integrieren.
Er betonte gemeinsam mit der NRW-Staatssekretärin, Dr. Marion Gierden-Jülich, bei der Preisverleihung: „Wir sind ein buntes Land mit einer vielfältigen Kinder- und Jugendszene und müssen das Gegen- oder Nebeneinander der verschiedenen Nationalitäten überwinden.“ Daher sei die interkulturelle Weiterentwicklung eine zentrale Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe. Hierfür sind für neue Wege in den Methoden und Konzeptionen von Diensten und Einrichtungen notwendig.
Die Preisträger des Initiativenpreises 2005 haben hier Vorbildcharakter.
Die Preisträger
Von der unabhängigen Jury wurden folgende Preisträger ausgewählt:
1. Preis (2.000 EUR): Medienprojekt Wuppertal e.V.
für die medienpädagogische Arbeit mit Jugendlichen unterschiedlicher Nationalitäten zur Erstellung interkultureller und anti-diskiminierender Filme im Rahmen des „Videozyklus Identitäten, Zusammen leben und Partizipation zwischen den Kulturen“, wobei immer wieder auch vor sperrigen Themen nicht zurückgeschreckt wird. (www.medienprojekt-wuppertal.de)
2. Preis (1.000 EUR): Pro Mädchen – Mädchenhaus Düsseldorf e.V.
für „Leyla – Kompetenzzentrum für Mädchen“, das Interkulturalität als Ressource, Kraft und Potential anerkennt. (www.promaedchen.de)
3. Preis (500 EUR): Rom e.V., Köln
für das Projekt „Amora Kher“, ein Haus für die Verbesserungen der Lebensbedingungen und eine Integrationshilfe für die Kinder aus Roma Flüchtlingsfamilien. (www.romev.de)
Lobende Erwähnung:
IFAK e.V. Bochum,
weil der Verein über Jahre eine qualitative Weiterentwicklung seiner interkulturellen Arbeit in vielen Handlungsfeldern der sozialen Arbeit zeigt. (www.ifak-bochum.de)
Jugendzentrum Nord Herten e.V.,
weil hier beispielhaft die interkulturelle Herausforderung im pädagogischen Alltag in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit angenommen wird, trotz schwieriger werdender Bedingungen. (www.jznord.de)
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