Willkommen im PORTAL des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Nordrhein-Westfalen e.V.
  |  Sitemap  |  Kontakt  |  Impressum  | 
Willkommen beim Paritätischen in Nordrhein-Westfalen





NRW braucht ein systematisches Konzept zur Weiterentwicklung von Selbsthilfe und Bürgerengagement

Paritätischer Wohlfahrtsverband zur Woche des Bürgerschaftlichen Engagements

Kürzungen im Landeshaushalt schwächen die Unterstützungsstrukturen
NRW/Wuppertal, 15. September 2006. Zum Start der bundesweiten „Woche des Bürgerschaftlichen Engagements“ vom 15. bis zum 24. September, fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband NRW die Rücknahme von Kürzungen im Landeshaushalt sowie eine systematische Weiterentwicklung von Selbsthilfe und Bürgerengagement in Nordrhein-Westfalen.

„Während die Politik auch in der kommenden Woche wieder rhetorische Schönheiten zum gesellschaftlichen Wert von Bürgerengagement produziert, entziehen Finanzverantwortliche gleichzeitig die Grundlagen für ihre Arbeit“, kritisiert Dr. Jörg Steinhausen, Landesgeschäftsführer des Verbandes heute in Wuppertal. „Andere Länder haben uns hier einiges voraus“, so Steinhausen mit Blick auf die gestrige Verleihung des Carl Bertelsmann-Preises 2006. Hier wurde die in Finnland erfolgreiche Einbeziehung von Erfahrungen älterer Menschen in einer Kombination aus beruflicher und gemeinnützige Arbeit auch vom Bertelsmann-Chef Dr. Günter Thielen betont.

In NRW seien Mittel für Landesverbände der Selbsthilfe in diesem Jahr komplett gestrichen. Die zaghaften Ansätze des Landes, freiwilliges und bürgerschaftliches Engagement zu fördern, scheinen einstweilig auf Eis gelegt. Die Freiwilligen-Agenturen können schon seit langem nicht mit Unterstützung rechnen. Für die Selbsthilfekontaktstellen sei die Fördersumme seit 13 Jahren konstant – den Etat müssen sich heute allerdings mehr als doppelt so viele Kontaktstellen im Land teilen.

In den gemeinnützigen Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in NRW engagieren sich mehr als 100.000 Menschen freiwillig und ohne Bezahlung in allen Feldern sozialer Arbeit. Rund 15.000 Menschen übernehmen ehrenamtlich Leitungs- und Führungsfunktionen in Vorständen und Aufsichtsgremien. 22 regionale Selbsthilfe-Kontaktstellen und 8 Selbsthilfe-Büros unterstützen die rund 14.000 Selbsthilfegruppen in Nordrhein-Westfalen.

Der Paritätische lädt alle Landtagsabgeordneten ein, sich über die Förderung von Selbsthilfe und Bürgerengagement in ihren Wahlkreisen zu informieren und sich vor diesem Hintergrund aktiv in die Beratungen um den Landeshaushalt 2007 einzubringen, „denn Worten müssen Taten folgen“, so Steinhausen.

Infos zur bundesweiten „Woche des Bürgerschaftlichen Engagements“ finden Sie unter: www.engagement-macht-stark.de

Materialien zum bürgerschaftlichen Engagement im Paritätischen NRW finden Sie auch hier:

Interner Link

Mehr Selbstbestimmung wagen – zum Nulltarif? (39KB)

Zahlen - Daten - Fakten (38KB)

 

„Mehr Selbstbestimmung wagen“ – zum Nulltarif? / Bürokratie nein - Unterstützung ja! Was Selbsthilfe und Bürgerengagement im Alltag brauchen [Mehr]
Der Paritätische – Ein modernes, europaweit einmaliges Unterstützungsnetz / Bedeutung der Landesförderung / Handlungsbedarf aus der Sicht des Paritätischen / Lösungsansätze [Mehr]