Wer im Alter besser wohnen will, muss jetzt die Grundlagen dafür legen
Wohnungswirtschaft, Mieterbund und Paritätischer in NRW fordern Planungsverantwortung der Kommunen und Förderung des Landes
NRW/Dortmund, 22. November 2006. “Wir müssen jetzt die Städte und Ortschaften gestalten, in denen wir im Alter später leben wollen.“ So das gemeinsame Fazit der Wohnungswirtschaft, der Mietervereinigungen und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in NRW. In einer „Dortmunder Erklärung“ vereinbaren die Verbände gleichzeitig eine engere örtliche Zusammenarbeit, um verstärkt nutzerfreundliche Wohnmodelle für ältere Menschen zu entwickeln.
Die Vorstandsmitglieder der Verbände erwarten außerdem von den Verantwortlichen in den Städten und Kreisen, die schon vorhandenen Ansätze zu unterstützen und bürokratische Hemmnisse bei der Umsetzung neuer Wohnmodelle abzubauen. „Generationsübergreifende Wohnprojekte, Pflegewohngemeinschaften, Betreutes Wohnen und Betreuungsmodelle im Wohnquartier dürfen keine Einzelbeispiele bleiben, sondern müssen jetzt den Weg vom Modellcharakter zum flächendeckenden Angebot finden“, betont Else Rieser, stellvertretende Landesvorsitzende des Paritätischen in NRW.
Bis zum Jahr 2050 wird bei einer abnehmenden Bevölkerungszahl in Deutschland jeder dritte Mensch in den Städten und Gemeinden in NRW über 60 Jahre alt sein. Die Verbände erwarten von den Kommunen bei der Bauleitplanung sowie bei Umbauten im Gebäudebestand eine konstruktive Unterstützung bei der Planung einer altersgerechten Stadtentwicklung. Das Ministerium für Bauen und Verkehr in NRW wird aufgefordert, die in den vergangenen Jahren entwickelten Förderungsmöglichkeiten weiter auszubauen, langfristig zu sichern und mit anderen Fördertatbeständen stärker zu vernetzen.
Dr. Hans Klose (Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes DMB NRW), Else Rieser (stellv. Landesvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW) und Burghard Schneider (Verbandsdirektor des Verbands der Wohnungswirtschaft VdW Rheinland Westfalen (v.l.n.r.)
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