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"Es war eine schwere Geburt!"

Der Paritätische NRW zur neuen Finanzierung der Tageseinrichtungen für Kinder

NRW/Wuppertal, 27. Februar 2007. „Es war eine schwere Geburt“, so das Fazit von Dr. Jörg Steinhausen, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in NRW. Nach über neun Monaten kontroverser Verhandlungen haben sich das NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration, die kommunalen Spitzenverbände, die Kirchen und die Freie Wohlfahrtspflege auf Eckpunkte zur neuen Finanzierungsstruktur der Tageseinrichtungen für Kinder verständigt.

„Es handelt sich um einen Kompromiss – und noch dazu um einen sehr hart erkämpften“, betont der Landesgeschäftsführer des Paritätischen. „Das Schlimmste konnte abgewendet und fachlich noch vertretbare Rahmenbedingungen erhalten werden“, fasst er das Ergebnis der Verhandlungen zusammen. Denn der erste Entwurf des Ministeriums vom Frühjahr 2006 hätte für viele der über 1120 Einrichtungen im Paritätischen NRW das klare Aus bedeutet. Träger als Mieter und kleine Einrichtungen stehen zwar noch immer auf dem Prüfstand, aber sind nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen. Dennoch:

„Gemessen an den Versprechungen in der Koalitionsvereinbarung von CDU und FDP hätten wir mehr erwartet“, so Steinhausen. Dort hieß es, die Förder- und Arbeitsbedingungen in Kindertageseinrichtungen sollten verbessert werden. Die Neuregelungen werden nach Einschätzung des Paritätischen NRW dazu führen, dass der Ausbau der Plätze für Unterdreijährige einfacher wird. Bei den Standards bedeuten die Neuregelungen jedoch in Teilbereichen Abbau im Vergleich mit den heutigen Bedingungen.

Auch der Entwicklung der Elternbeiträge wird eine wichtige Bedeutung zukommen. „Es ist klar, die Beiträge sind jetzt schon vielfach zu hoch“, warnt der Landesgeschäftsführer: „Weitere Erhöhungen werden zur Folge haben, dass die eigentlich benötigten Plätze von Familien nicht mehr in dem von ihnen gewünschten Umfang in Anspruch genommen werden und dann die Öffnungszeiten eingeschränkt werden.“ Eine solche Entwicklung widerspreche den Interessen von Kindern, Müttern und Vätern und werde auf energischen Widerstand des Paritätischen treffen.

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