Qualifizierte Betreuung nach der Behandlung im Maßregelvollzug erforderlich
NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer bei der Spatenstich-Tagung
Wuppertal, 01.06.2004: Die Betreuung von Patientinnen und Patienten nach einer erfolgreichen Behandlung im Maßregelvollzug gehört wohl zu den sozialpolitisch heiklen Themen in Nordrhein-Westfalen. Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband hat darum im Rahmen seines Modellprojektes STÜTZPUNKT NACHSORGE am Dienstag (01.06.2004) mit einer Spatenstich-Tagung die Initiative Allianz für Nachsorge gestartet. Die Qualifizierung, Solidarisierung und Vernetzung der nachsorgenden Träger steht auch als Beitrag zum Opferschutz im gesamtgesellschaftlichen Interesse, heißt es in dem Text der Initiative, die bereits Unterstützer aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen gefunden hat.
Mehr als 150 Expertinnen und Experten, darunter auch Ministerin Birgit Fischer, diskutierten auf der Tagung in Düsseldorf fachliche, rechtliche und politische Aspekte der Nachsorge. Dr. Jörg Steinhausen, Landesgeschäftsführer des PARITÄTISCHEN hierzu: Eine qualifizierte Nachsorge nach einer erfolgreichen Behandlung im Maßregelvollzug ist zwingend notwendig, aber auch ohne jede Alternative. Für Steinhausen ist dies eine Herausforderung, der sich auch die gemeinnützigen Dienste und Einrichtungen in freier Trägerschaft stellen müssen.
Der STÜTZPUNKT NACHSORGE begleitet und berät seit 2003 Dienste und Einrichtungen aus allen Wohlfahrtsverbänden in der Kooperation mit den Maßregelvollzugseinrichtungen. Die Allianz für Nachsorge als projektbegleitende Initiative fand bei den Beteiligten der Tagung große Zustimmung und wird auch als ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion um den Maßregelvollzug in NRW begrüßt.
Das Manuskript der Eröffnungsrede von Dr. Jörg Steinhausen, Landesgeschäftsführer des PARITÄTISCHEN NRW, können Sie hier herunterladen.
Weitere Informationen finden Sie im Internet: www.stuetzpunkt-nachsorge.de
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