Reformen brauchen mehr Solidarität, Verantwortung und Gerechtigkeit
PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband fordert sozialpolitischen Diskurs
Düsseldorf, den 11.02.2005 "Wir brauchen einen neuen sozialpolitischen Diskurs darüber, unter welchen Bedingungen Staat, Institutionen, Wirtschaft und vor allem die Menschen selbst ihre Gesellschaft organisieren sollten." Das forderte der Landesvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in NRW, Cord Wellhausen.
Der Verband hat rund 200 Gäste aus der Politik, Ministerien, Wirtschaft und Verbänden nach Düsseldorf eingeladen, um über die soziale Zukunft des Landes Nordrhein-Westfalen zu diskutieren.
Der Begriff „Reform“ löse inzwischen beim überwiegenden Teil der Bevölkerung Ängste und Misstrauen aus, bedauerte Wellhausen. Reformen sollten sich messen lassen an Solidarität, Verantwortung und Gerechtigkeit. Nur so finden sie Akzeptanz bei der Bevölkerung in NRW, machte er mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl im Mai deutlich
Der Paritätische Wohlfahrtsverband werde in seinen weit mehr als 4.000 Diensten, Einrichtungen, Initiativen und Selbsthilfegruppen für eine aktive Teilnahme an der Wahl werben. „Wir tun das parteipolitisch neutral, aber im Interesse der von uns vertretenen Menschen und Organisationen sowie im Interesse eines sozialen Nordrhein-Westfalens.“, betonte der Landesvorsitzende.
Fraglich sei dabei, ob das politische System überhaupt noch dort Einfluss habe, wo der Markt regiere. Erforderlich sei deshalb eine Neuordnung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die in einer globalisierten Welt den Menschen mehr in den Mittelpunkt stellen müsse.
In einer Sonderausgabe seiner Verbandszeitschrift wird der Paritätische Wohlfahrtsverband noch vor der Landtagswahl die Positionen von Parteien und Organisationen auf Landesebene vorstellen, um damit zur eigenen Meinungsbildung innerhalb der sozialpolitischen Landschaft beizutragen.
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