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Willkommen beim Paritätischen in Nordrhein-Westfalen





Aufklärung und Beratung für Betroffene, Protest gegen das „Klima der sozialen Kälte

Paritätischer Wohlfahrtsverband startet bundesweite Kampagne in NRW - Erste Stationen des "Hartz-Mobil" in Köln, Mönchengladbach, Dortmund und Münster

Köln, den 08.04.2005 Das Leben mit Hartz IV und anderen neuen Sozialgesetzen ist komplizierter geworden und die örtlich zuständigen Stellen stecken in ihrer Umsetzung zwischen Beratung, Kontrolle und Kostendruck. Für viele Betroffene führt das zu demütigenden und unsicheren Lebenslagen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband startet darum am Montag (11. April) mit einem Info-Bus in Köln eine bundesweite Tour durch 15 deutsche Städte und stellt Expertinnen und Experten des Verbandes und seiner Mitgliedsorganisationen für die Beratung zur Verfügung. Außerdem informiert eine übersichtliche Broschüre über die Rechte und Pflichten rund um das Arbeitslosengeld II. Darüber hinaus stehen die Verantwortlichen aus den Arbeitsagenturen und Kommunen zu Gesprächen zur Verfügung.

„Hier können die Menschen direkt zu Wort kommen, sich beraten lassen und mit den örtlich Verantwortlichen sprechen, um zu sagen, was sie bei der Umsetzung von Hartz IV bedrückt“, betont Dr. Jörg Steinhausen, Geschäftsführer des Paritätischen in NRW. Bei mehr als fünf Millionen Menschen, die als arbeitslos registriert sind, sei die Arbeitsmarktreform ein Thema für fast alle Bürgerinnen und Bürger.

Der Wohlfahrtsverband will in dieser Kampagne mit Unterstützung der „Aktion Grundgesetz“ gleichzeitig auf soziale Missstände und sozialpolitische Fehlentwicklungen aufmerksam machen, die zu einem Klima der Ausgrenzung und sozialen Kälte in Deutschland führen. Die tatsächlichen Lebensumstände der von Sozialabbau direkt betroffenen Menschen seien in unserer Gesellschaft viel zu wenig bekannt. Stattdessen sei eine zunehmende Entsolidarisierung festzustellen.

Nach dem Start in Köln macht das „Hartz-Mobil“ auch Station in Mönchen­gladbach, Dortmund und Münster. Für den Paritätischen in NRW sind diese örtlichen Aktionen auch ein Beitrag zur bevorstehenden Landtagswahl am 22. Mai. „Unser Verband ist zwar parteipolitisch neutral, steht im Sinne der betroffenen Menschen für eine Sozialpolitik in Nordrhein-Westfalen ein, die sich für mehr Gerechtigkeit, gegen Ausgrenzung und für gesellschaftliche Teilhabe einsetzt“, so Steinhausen.

Die Tour-Daten des Info-Mobils finden Sie auf der Internetseite www.kampagne.paritaet-nrw.org

Gern stellen wir Ihnen auch Interview-Partner/-innen zur Verfügung.