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Fallmanagement in Düsseldorf

Beispielhaft für Kooperation innerhalb der Wohlfahrtsverbände kann die Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände in Düsseldorf gelten. Die Effekte der Zusammenarbeit schildert die Geschäftsführerin des PARITÄTISCHEN in Düsseldorf, Iris Bellstedt.

In gewohnt partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Stadt Düsseldorf haben die ersten fünf Fallmanager der Düsseldorf Wohlfahrtsverbände ihre Arbeit aufgenommen. Nachdem sich die AWO, Caritas, Diakonie und Paritätischer bereits 1998 in einem Projekt zur Vermittlung in Arbeit (V.I.A.) zusammentaten und erfolgreich in den Methoden Potentialanalyse und Direktvermittlung arbeiteten, folgte nun eine kontinuierliche Weiterentwicklung zum „Fallmanagement“ in der Beschäftigungsförderung für arbeitslose SozialhilfeempfängerInnen.

Die konzeptionelle Arbeit zur Errichtung dieses Systems erfolgte gemeinsam mit der Stadt Düsseldorf und dem Beratungsunternehmen consens, unter Leitung von Herrn Dr. Hartmann.

Das Fallmanagement wird zunächst modellhaft in zwei Zweigstellen des Sozialamtes in den Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf Oberbilk und Flingern durchgeführt. Ziel ist eine stadtweite Implementierung. Die Fallmanager der Wohlfahrtsverbände bzw. deren Untergliederungen arbeiten direkt in den Zweigstellen der Sozialämter. Arbeitslose SozialhilfeempfängerInnen werden ihnen zugeleitet, falls diese nicht sofort von den MitarbeiterInnen der Zweigstelle in Arbeit vermittelt werden können. Die Fallmanager erstellen dann im Rahmen intensiver Beratungsgespräche gemeinsam mit den Betroffenen einen Eingliederungsplan. Mögliche Bestandteile der Vereinbarungen sind Qualifizierungsmaßnahmen, Direktvermittlung, Arbeit-statt-Sozialhilfe (ASS), gemeinnützige zusätzliche Arbeit, Maßnahmen der beruflichen Orientierung und andere Instrumente der Hilfe zur Arbeit, aber auch Schuldnerberatung, Suchthilfe oder Kinderbetreuungsangebote. Der Eingliederungsplan wird dann vom Sozialamt im Rahmen des Gesamtbudgets der Hilfe zur Arbeit genehmigt. Die Fallmanager kümmern sich um die bedarfsgerechte Auswahl der Angebote sowie um die Umsetzung der Eingliederungspläne und sind verantwortlich für das Prozesscontrolling. Angestrebt ist ein Beratungsverhältnis von einem/einer FallmanagerIn zu 60 SozialhilfeempfängerInnen.

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen durch das Hartz-Konzept erfolgen derzeit Überlegungen, wie die Vernetzung dieses Fallmanagements mit dem Arbeitsamt bzw. den Job-Centern sinnvoll gestaltet werden kann.

Iris Bellstedt

Weitere Informationen:
Iris Bellstedt, Geschäftsführerin des PARITÄTISCHEN Kreisgruppe Düsseldorf
Tel.: 0211/94600-0
E-Mail: iris.bellstedt@paritaet-nrw.org