Der Paritätische NRW

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Drei junge Erwachsene sitzen in einem Seminarraum. Eine Person lächelt glücklich in die Kamera.

Bildungsbarrieren abbauen: Kölner Projekt begleitet benachteiligte Jugendliche ins Studium

Ein Studium beginnt lange vor dem ersten Vorlesungstag – mit vielen Fragen rund um Fächerwahl, Studienalltag und Finanzierungsmöglichkeiten. Das Projekt „Jugend studiert“ des Vereins 180 Grad Wende, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, begleitet junge Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen genau in dieser Phase: vom ersten Interesse bis in die Anfangsmonate des Studiums.

Hürden zum Studienstart

Einschreibungsformalitäten, Semesterbeitrag, Praxisphasen – zum Studieren gehört weitaus mehr als Bücher wälzen und in Vorlesungen sitzen. Allein schon sich nach dem Schulabschluss für ein Studium zu entscheiden, erfordert Kenntnisse über die Hochschulwelt und mögliche Finanzierungswege. Viele junge Menschen aus marginalisierten Communities, die im eigenen Umfeld keine akademischen Vorbilder haben, sind durch fehlende Informationen und Ansprechpersonen benachteiligt. Das möchte das Projekt „Jugend studiert“ des Kölner Vereins 180 Grad Wende, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, mit Workshops und intensiver Begleitung zum Studienstart ändern.

Chancengleichheit fördern

Vom ersten Interesse bis in die Anfangsmonate des Studiums informieren und begleiten die Projektmitarbeitenden junge Menschen aus sozial benachteiligten Kölner Stadtteilen. Wer sich noch unsicher ist, ob ein Studium überhaupt infrage kommt, kann Workshops zur Stärkenanalyse besuchen oder in einem Q&A mit (ehemaligen) Studierenden Einblicke in den Unialltag gewinnen. Ist der Studienplatz in der Tasche, gibt es weitere Beratungsangebote zu Themen wie Wissenschaftliches Arbeiten, Praktika, BAföG, Stipendien, Zeitmanagement oder Lernstrategien. So sollen die Studienanfänger*innen möglichst chancengleich mit ihren Kommiliton*innen ins Studium starten. Auch außerhalb der Workshops können sich die Projektteilnehmenden mit Fragen und Problemen jederzeit an das Team und Netzwerk von 180 Grad Wende wenden. Durch das erworbene Wissen und die eigenen gesammelten Erfahrungen werden sie zudem selbst zu Multiplikator*innen in ihren Communities.