
Offenes Ohr für Demenz: Telefonische Fachberatung hilft Betroffenen und Angehörigen
23.09.2026
Mit dem Mut-Mach-Telefon unterstützt das Düsseldorfer Nachbarschaftsprojekt „hallo nachbar!“ des Vereins vision:teilen, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, Menschen, die durch Demenz in Einsamkeit und Überforderung geraten. Über das Telefonangebot ist eine erfahrene Fachkraft erreichbar, die Ratsuchenden zuhört und konkrete Hilfe im Alltag vermittelt. Das Angebot richtet sich an pflegende Angehörige, Fachkräfte in der Pflege und an Betroffene selbst.
Niedrigschwellig und unbürokratisch
Demenz hinterlässt viele Fragen – nicht nur bei Betroffenen, sondern auch bei Angehörigen und Pflegenden. Wer sich im Zusammenhang mit der Krankheit einsam, überfordert oder alleingelassen fühlt, erhält beim Mut-Mach-Telefon Unterstützung und praktische Hilfe. Das Angebot des Vereins vision:teilen bietet zweimal pro Woche unbürokratisch und anonym Raum, um offen über Belastungen im Umgang mit Demenz zu sprechen. Eine erfahrene Fachkraft mit jahrzehntelanger Demenzexpertise hört zu und hilft dabei, schwierige Situationen zu bewältigen und den Alltag zu erleichtern.
Telefonieren gegen Einsamkeit
Das Mut-Mach-Telefon schließt eine wichtige Lücke in der niedrigschwelligen Unterstützung von Menschen mit Demenz, ihren Familien und Pflegekräften. Wer Rat sucht oder sich zu dem Thema austauschen möchte, kann sich direkt und unkompliziert melden – ohne Anmeldung und Bürokratie. Für Menschen, die nicht unmittelbar von Demenz betroffen sind, aber unter Einsamkeit leiden, bietet „hallo nachbar!“ ergänzend ein Plaudertelefon an: Ehrenamtliche rufen einmal wöchentlich an und nehmen sich eine Stunde Zeit zum Reden und Zuhören.
Nachbarschaftshilfe in Düsseldorf
Das Mut-Mach-Telefon ist Teil des breiten Angebots von „hallo nachbar!“, das vereinsamten und hilfsbedürftigen Menschen in Düsseldorf zugutekommt. Das Projekt von vision:teilen verbindet ehrenamtliche Begleitung – etwa bei Arztbesuchen oder Behördengängen – mit professioneller Sozialarbeit. Es richtet sich an Menschen, die durch Scham, Krankheit oder Armut keinen Zugang zu bestehenden Hilfsangeboten finden und dadurch in Not geraten.