
Wohnungslosigkeit – Alarmsignal für drohende Wohngeldkürzung
26.08.2026
Immer mehr ältere Menschen geraten in Wohnungsnot – das zeigt der aktuelle Bericht der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W). Die von der Bundesregierung geplante Wohngeldreform könnte das Problem zusätzlich verschärfen. Der Paritätische Gesamtverband fordert die Bundesregierung daher auf, die Wohngeldkürzungen zurückzunehmen.
Ältere Menschen besonders betroffen
Dazu Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes: „Die neuen Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sind eindeutig: Die Wohnungslosigkeit wächst, und immer mehr ältere Menschen sind betroffen. Das allein ist schon ein Alarmsignal. Ausgerechnet jetzt will die Bundesregierung das Wohngeld kürzen. Für Menschen, die ohnehin kaum noch über die Runden kommen, wird das zur echten Bedrohung.
Gerade ältere Menschen sind in erhöhtem Maß auf Grundsicherung und Wohngeld angewiesen, weil kleine Renten mit steigenden Mieten und Wohnungskosten nicht mithalten können. Die angekündigte Wohngeldkürzung wird die Situation zusätzlich verschärfen und trifft gerade ältere Menschen und Familien besonders hart. Der Nationale Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit enthält das Ziel, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden. Wir werden die Bundesregierung daran messen, ob sie dieses Versprechen ernst nimmt oder mit der Wohngeldkürzung in die entgegengesetzte Richtung steuert.
Angesichts der wachsenden Sorge vor Altersarmut fordern wir die Bundesregierung auf, den Betroffenen schnell Sicherheit zu geben und die geplanten Kürzungen zurückzunehmen.“