
Keine Kürzungen bei Frauen- und Gewalthilfe in Köln – und in ganz NRW!
05.10.2026
Die Stadt Köln plant in ihrem Haushaltsentwurf 2027/2028 umfangreiche Kürzungen bei den Mitteln für Einrichtungen der Frauenunterstützung. Gemeinsam mit weiteren Organisationen unterstützt der Paritätische NRW einen Offenen Brief des Dachverbands der autonomen Frauenberatungsstellen NRW, in dem gefordert wird, die Streichungen zurückzunehmen.
Folgen fehlender Finanzierung
Wo Mittel für Miete und Personal fehlen, brechen Hilfsangebote für Frauen und Mädchen weg, die auf diese dringend angewiesen sind. Die Verfasser*innen des Offenen Briefs warnen daher eindringlich: Ohne professionelle Unterstützung blieben Betroffene länger in gewaltvollen Beziehungen gefangen. Das Risiko für Leib und Leben erhöhe sich dadurch drastisch.
Gewaltschutz ist öffentliche Aufgabe
Die unterzeichnenden Organisationen verweisen auf die Istanbul-Konvention, die Deutschland verpflichtet, geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt zu verhindern und zu bekämpfen. Diese gilt für alle staatlichen Ebenen, auch für Kommunen. Frauenprojekte seien daher keine „freiwilligen Zusatzleistungen“, sondern Bausteine des staatlichen Gewaltschutzes. Dieser sei eine öffentliche Aufgabe und dürfe nicht von privater Finanzierung abhängen. Gemeinsam fordern die Organisationen die Stadt Köln und die Landesregierung NRW auf, die Kürzungen zurückzunehmen, um Frauen und Mädchen den Zugang zu Hilfe in Notlagen zu garantieren.