Der Paritätische NRW

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Eine Hand in Fingerstulpe hält einen Pappauschnitt eines Hauses.

Grundsicherung und Wohngeld – Armut mit Ansage

01.07.2026

Das Gesetz zur Umgestaltung der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist am 1. Juli 2026 schrittweise in Kraft getreten. Damit verbunden sind härtere Sanktionen für Leistungsbeziehende, die nicht ihren in dem Gesetz formulierten Pflichten nachkommen. Auch beim Wohngeld plant die Bundesregierung Kürzungen. Der Paritätische Gesamtverband warnt vor dadurch entstehenden steigenden Risiken von Wohnungsverlust. 

Armut wird verschärft

Dazu Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes:
„Wohnkostenbedingte Wohnarmut und Wohnungslosigkeit haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Mit den heute in Kraft getretenen Verschärfungen der Grundsicherung und den geplanten Kürzungen des Wohngeldes droht die Bundesregierung, Armut zusätzlich zu verschärfen. Das Risiko von Wohnungsverlust steigt. Besonders trifft es ältere Menschen und Familien. Die Bundesregierung muss die Kürzungspläne zurücknehmen, den Mieterschutz deutlich ausweiten und alles tun, um Wohnungsverluste zu vermeiden, wenn sie ihr erklärtes Ziel, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden, nicht schon heute aufgeben will.“