Der Paritätische NRW

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Eine schwangere Frau berührt ihren Bauch mit beiden Händen.
© Leah Kelley/Pexels.com

Hebam­men­mo­bil be­t­reut Schwan­ge­re in Flut­re­gio­nen

Für viele Schwangere ist es schwierig, eine Hebamme zu finden. Für junge Familien in den von der Flut im Sommer 2021 betroffenen Gebieten ist die Herausforderung noch größer. Um Versorgungslücken zu schließen, schickt der ASB NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, ein Hebammenmobil in die jeweiligen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Wichtiger Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung

Das ASB-Hebammenmobil ist eine niederschwellige und wohnortnahe Hilfeleistung, um die Gesundheitsprävention und Beratung während und nach der Schwangerschaft zu gewährleisten. Es leistet einen wichtigen Beitrag zur alltagspraktischen gesundheitlichen Versorgung und übernimmt eine Lotsen-Funktion, indem es in weiterführende Angebote im Sozial- und Gesundheitswesen vermittelt.

Unbürokratisch und unkompliziert

Das Hebammenmobil wird als Praxis von Hebammen genutzt, die vor Ort eingebunden werden und mit ihrem Einsatz zusätzliche Beratungs- und Unterstützungsleistungen anbieten. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Akteur*innen, die die Bedarfe vor Ort genau kennen, wird ein fester Fahrplan mit wiederkehrenden Haltestellen erarbeitet. Neben den Hebammen ist auch ein*e Rettungssanitäter*in mit an Bord. Sie*er dient der fachlichen Unterstützung, kann kleine Untersuchungen durchführen und sorgt für einen reibungslosen Ablauf vor Ort. Das Hebammenmobil arbeitet unbürokratisch und unkompliziert: Die Frauen können ohne vorherige Terminvergabe Vorsorgeuntersuchungen oder Nachsorgetermine vereinbaren. Sie werden rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit ausführlich beraten und betreut.

Viel Erfahrung

Die Verantwortung für das Hebammenmobil liegt beim ASB Münsterland. Es wird durch Spenden an die Aktion Deutschland Hilft unterstützt. „Als ASB haben wir Erfahrung und Kompetenzen in der Katastrophenhilfe, aber eben auch in der Unterstützung durch soziale Dienstleistungen“, so Dirk Winter, Geschäftsführer des ASB Münsterland. „Durch unsere Arbeit in der ASB-Hebammenzentrale Münsterland, aber auch durch die Erfahrungen in Kitas, Familienzentren und der Arbeiter-Samariter-Jugend wissen wir, wie wichtig die Hilfe für Familien gerade am Beginn des Lebens – in der Schwangerschaft und nach der Geburt – ist. Darum freuen wir uns, dass unser ASB-Hebammenmobil jetzt in den Hochwassergebieten diese so dringend nötige Hilfe bringen kann. Wir sind überzeugt: Jedes Leben verdient einen guten Anfang.“

Anfordern oder mitarbeiten

Verantwortliche in betroffenen Kommunen können das Hebammenmobil beim ASB anfordern. Hebammen, deren Praxis von der Flut betroffen ist, oder Hebammen, die Schwangere in den Flutregionen unterstützen möchten, können sich beim ASB für eine Mitwirkung anmelden.