Der Paritätische NRW

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Frau mit Turban

Krebsberatung

Menschen, die an Krebs erkrankt sind, und ihre Angehörigen finden Unterstützung bei den Krebsberatungsstellen im Paritätischen NRW. Dabei geht es zum Beispiel darum, was passiert, wenn sie länger im Job ausfallen und wie sie finanzielle Hilfen erhalten können. Oder es geht darum, eine Kinderbetreuung oder ergänzende Pflege nach einer OP oder Reha zu organisieren.

Psychosoziale Beratung und Selbsthilfe

Daneben bieten Krebsberatungsstellen auch psychosoziale Beratung für Betroffene und ihre Angehörigen an oder vermitteln ein entsprechendes Angebot. Denn im Zusammenhang einer Krebserkrankung spielen auch die seelische Bewältigung, manchmal Trauer und zum Teil auch Krisen in einer Partnerschaft eine Rolle. Neben Selbsthilfegruppen als reine Angebote von und für Betroffene, gibt es auch durch Fachkräfte angeleitete Gesprächsgruppen.

Großes persönliches Engagement

Krebsberatungsstellen im Paritätischen NRW werden mit viel persönlichem Engagement getragen. Anbieter sind häufig Träger, die sich speziell zu diesem Zweck gegründet haben, wie beispielsweise help – Beratungsstelle für Krebsbetroffene in Leverkusen. Einige werden aber auch von Mitgliedsorganisationen getragen, die als größere Träger ein umfassendes Leistungsangebot haben, wie zum Beispiel der Arbeiter-Samariter-Bund Rhein-Erft. Wieder andere, wie die Krebsberatungsstelle der PariSozial Emscher-Lippe, haben unterschiedliche Standorte oder sind ambulant und mit dem Auto im ländlichen Raum unterwegs.

Forderung nach verlässlicher Finanzierung

Der Paritätische setzt sich sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene seit vielen Jahren für eine verlässliche Finanzierung der Krebsberatungsstellen ein. Denn es gab in Deutschland lange Zeit keine gesetzliche Grundlage für eine gesicherte Finanzierung und die Beratungsstellen mussten ihre Arbeit aus Eigenmitteln, Spenden und Stiftungsmitteln finanzieren. Seit September 2021 übernehmen nun die gesetzlichen Krankenkassen 80 Prozent der Personal- sowie Sachkosten. Damit verbunden sind verschiedene Anforderungen an die Qualität. Der Paritätische NRW hilft den Krebsberatungsstellen unter seinem Dach bei der Entwicklung von Grundlagen für ein Qualitätsmanagement und hat in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Gesamtverband den Qualitäts-Check PQ-Sys® für ambulante Krebsberatungsstellen entwickelt, mit dem eine strukturierte Selbstbewertung der Qualitätskriterien möglich ist. Er unterstützt sie außerdem bei den Verhandlungen mit Politik und Kostenträgern und setzt sich dafür ein, dass weitere Kostenanteile übernommen werden. Zudem versorgt der Verband die Krebsberatungen mit fachlichen Informationen und sorgt dafür, dass das Thema auf der Agenda weiterer gesundheitspolitischer Akteure, etwa im PatientInnen-Netzwerk NRW, steht.


Zuordnung des Themas im Verband:

Fachbereich Krebsberatung
Fachgruppe Gesundheit (Fachgruppenleitung: Katharina Benner)

Ansprechperson

Anke Steuer
Anke Steuer
Fachreferentin Krebsberatungsstellen

Mehr Informationen

Zu vielen unserer Themen gibt es fachliche Broschüren zum Herunterladen.

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