Der Paritätische NRW

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Person legt Hand auf die Hand einer anderen Person
© BillionPhotos.com/Adobe Stock

Ho­spi­zar­beit

Ziel der Hospizarbeit ist es, schwerstkranke und sterbende Menschen in der letzten Lebensphase zu begleiten und ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Dabei geht es um die körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse der Sterbenden und auch um die Unterstützung der Angehörigen. Dies kann in einem stationären Hospiz geschehen oder zu Hause in den vertrauten vier Wänden durch einen ambulanten Hospizdienst. Unter dem Dach des Paritätischen NRW gibt es sowohl stationäre Hospize als auch ambulante Hospizdienste. Außerdem bieten einige Mitgliedsorganisationen des Verbandes auch überkonfessionelle spirituelle Begleitung an.

Ergänzung zur palliativ-medizinischen Versorgung

Ambulante Hospizdienste bieten Sterbe- und Trauerbegleitung als Ergänzung zur palliativ-medizinischen Versorgung durch ärztliches Fachpersonal und ambulante Pflegedienste an. Die Begleitung durch einen Hospizdienst erfolgt ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeitende. Sie werden entsprechend geschult und von einer koordinierenden Fachkraft begleitet. Ambulante Hospizarbeit bedeutet neben der Beziehungsarbeit mit der*dem Sterbenden und den Angehörigen sehr viel Netzwerkarbeit mit dem ärztlichen Fachpersonal, Pflegekräften und anderen Gesundheitsinstitutionen.

Würdevoll und selbstbestimmt leben und sterben

Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW wie etwa der Hospizdienst Lebenszeiten, der Deutsche Kinderhospizverein oder Hortus Dialogus fühlen sich der Idee vom würdevollen und selbstbestimmten Leben und Sterben in besonderer Weise verpflichtet. Sie treten dafür ein, Sterben, Tod und Trauer als selbstverständliche Teile des Lebens zu begreifen. Dabei nehmen sie auch Menschen in den Blick, die in unserer Gesellschaft benachteiligt werden oder einen besonderen Unterstützungsbedarf haben: So kümmert sich der Verein Bonn Lighthouse zum Beispiel nicht nur um Menschen mit einer komplexen körperlichen Erkrankung, sondern auch um Menschen mit einer geistigen Behinderung. Der Deutsche Kinderhospizverein macht spezielle Angebote für schwerstkranke Kinder und der Verein Unergründlich setzt sich für die überkonfessionelle und spirituelle Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase ein.

Stationäre Begleitung bietet Sicherheit

Stationäre Hospize wie das Hospiz veritas in Lübbecke sind durch ihr Konzept und die räumliche Gestaltung auf die besonderen Belange schwerkranker und sterbender Menschen ausgerichtet. Mit der dauerhaften Präsenz von speziell ausgebildetem Fachpersonal geben sie ihren Gästen Sicherheit, wenn die erforderliche Begleitung in der eigenen Wohnung nicht mehr möglich ist.

Gute Hospizarbeit ermöglichen

Der Paritätische NRW berät seine Mitgliedsorganisationen und sorgt für einen fach- und organisationsübergreifenden Austausch. Außerdem streitet der Verband für eine angemessene Finanzierung durch die Krankenkassen und Rahmenbedingungen, die eine qualitativ gute Arbeit der stationären Hospize und ambulanten Hospizdienste ermöglichen. Bis heute ist die Hospizarbeit in NRW auf Spenden angewiesen.


Zuordnung des Themas im Verband:

Fachbereich Hospizarbeit
Fachgruppe Alter und Pflege (Fachgruppenleitung: René Bernards)

Ansprechpersonen

Claudia Lamsfuß
Claudia Lamsfuß
Fachreferentin Ambulante pflegerische Dienste
Dr. Marion Kowe
Dr. Marion Kowe
Fachreferentin Vollstationäre Pflege

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Zu vielen unserer Themen gibt es fachliche Broschüren zum Herunterladen.

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