Der Paritätische NRW

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Portraitaufnahme in schwarz-weiß von Conny Pink
©Lebenshilfe Viersen, André Sole-Bergers; zu sehen ist Pink

Fo­to­aus­stel­lung zeigt All­tag von Men­schen mit Be­hin­de­rung wäh­rend des ers­ten Lock­downs

01.02.2022

„Abstand, Masken, das nervt. Ich wünsche mir, dass alles wieder wie vorher ist.“ Diesen Wunsch von Conny Pink teilen wohl die meisten Menschen. Pink wohnt in einer Lebenshilfe-Wohnstätte für Menschen mit Behinderung und der Wunsch hat damit nochmal eine ganz besondere Bedeutung. Denn während des ersten Lockdowns galten in Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung stark eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten, Umarmungen und Berührungen waren untersagt und notwendige Pflegemittel nicht ausreichend vorhanden. André Sole-Bergers, Inklusionsmanager der Lebenshilfe Viersen, eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW, hat diese Zeit in Fotos festgehalten. Die Bilder sind nun in der Wanderausstellung „Inklusion. Vergessen in der Pandemie“ zu sehen.

Aktuell in Heinsberg zu sehen

Die Wanderausstellung „Inklusion. Vergessen in der Pandemie“ ist noch bis zum 27. Februar 2022 in Heinsberg im Café Samocca, einem von der Lebenshilfe Heinsberg betriebenen Museumscafé mit 15 Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung, zu Gast. Zuvor war die Fotoausstellung bereits in Schaufenstern der Kempener Innenstadt und im Jugendzentrum Dingens in Grefrath zu sehen. Interessierte, die die Ausstellung in ihre Stadt holen wollen, können sich über viersen-fuer-alle@lebenshilfe-viersen.de an die Lebenshilfe Viersen wenden. 

Isoliert und vergessen

In den Anfängen der Pandemie hat Sole-Bergers drei Monate lang den Alltag von Menschen, die in einer Lebenshilfe-Wohnstätte in Kempen leben, fotografiert. 20 ausgewählte Bilder sind in der Wanderausstellung „Inklusion. Vergessen in der Pandemie“ zu sehen. Zitate der abgebildeten Personen veranschaulichen deren Gefühlswelten in dieser schwierigen Zeit. Das soll verdeutlichen, wie sehr Menschen mit Behinderung unter Kontakt- und weiteren Beschränkungen gelitten haben und noch immer leiden. Viele haben sich vergessen und isoliert gefühlt, konnten nicht mal ihre Eltern treffen. Mit der Ausstellung will die Lebenshilfe auf Inklusion aufmerksam machen. Sie soll den Alltag von Menschen mit Behinderung, die Hochs und Tiefs der Pandemie wiedergeben und sie soll zeigen, dass der Weg aus der Pandemie nur gemeinsam geschafft werden kann.