Zwei Männer am Computer

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Menschen mit Behinderung haben das Recht, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es gerne möchten – so wie alle anderen Menschen auch. Zum Beispiel, wenn es darum geht, wie sie wohnen, was sie beruflich machen oder wie sie ihre Freizeit gestalten. Damit ihnen dies gelingt, haben sie einen gesetzlichen Anspruch auf verschiedene Hilfen, die so genannten Rehabilitations- und Teilhabeleistungen. Da es viele verschiedene dieser Hilfen gibt, ist es für Menschen mit Behinderung und ihre Familien oft schwierig, herauszufinden, auf welche Leistungen sie Anspruch haben und was sie tun müssen, um diese zu erhalten.

Einen Überblick über Rehabilitations- und Teilhabeleistungen bekommen


Mit dem Bundesteilhabegesetz wurde ein Beratungsangebot für Menschen mit Behinderung oder drohenden Behinderung und ihre Familien geschaffen: die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB). Diese Beratungsstellen helfen den Menschen, einen Überblick zu bekommen, welche Leistungen es gibt, welche sich besonders gut eignen und wo und wie sie diese Leistungen beantragen können.

Unabhängige Beratung


Die Teilhabeberatung ergänzt bereits bestehende Beratungsangebote. Der Unterschied ist, dass die Menschen hier nicht dort beraten werden, wo sie auch Leistungen beantragen. Zu einem EUTB-Büro können sie gehen, bevor sie Hilfen beantragen wollen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Büros, die oft selbst eine Behinderung haben, klären mit den Ratsuchenden, welche Wünsche, Bedürfnisse und Ziele sie haben, geben dann einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und helfen bei der Beantragung.

Beratungsstellen vor Ort


Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Damit jede und jeder sich schnell und einfach beraten lassen kann, gibt es in Nordrhein-Westfalen viele Beratungsstellen vor Ort. Zahlreiche dieser Beratungsstellen gehören zum Paritätischen NRW oder seinen Mitgliedsorganisationen.