Der Paritätische NRW

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Eine jüngere Person sitzt mit einem Laptop auf dem Schoß auf einem Sofa neben einer älteren Person, sie lachen sich an.

Powersharing und Solidarität: Abschlussveranstaltung des Projekts „In der Vielfaltsgesellschaft gemeinsam solidarisch Handeln!“

26.04.2024

Migrantenselbstorganisationen besser in Regelstrukturen der sozialen Arbeit zu integrieren, war das Ziel des Projekts „In der Vielfaltsgesellschaft gemeinsam solidarisch Handeln!“. Dazu hat der Paritätische NRW Migrantenselbstorganisationen und andere, nicht aus dem Arbeitsfeld der Migration kommende Organisationen, zusammengebracht und diese Tandems ein Jahr lang begleitet. In einer Abschlussveranstaltung am 14. Juni 2024 zieht der Verband ein Fazit und lädt Interessierte unter dem Titel „Powersharing und Solidarität“ nach Bochum ein.

In vielen Feldern der sozialen Arbeit aktiv

Migrantenselbstorganisationen (MSO) sind eine wichtige Säule der Migrations- und Integrationsarbeit in NRW. Durch seine langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit MSO weiß der Paritätische, dass sie aber oft nur wahrgenommen, eingebunden und finanziert werden, wenn es um ihre vermeintlichen Kernkompetenzen geht. Dabei sind viele MSO nicht nur ausschließlich in den Themenfeldern Migration, Integration, Flucht und Diskriminierung aktiv, sondern in vielen verschiedenen Feldern der sozialen Arbeit.

Mainstreaming erreichen

Mit dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekt „In der Vielfaltsgesellschaft gemeinsam solidarisch Handeln!“ will der Wohlfahrtsverband für ein so genanntes Mainstreaming sorgen. Migrantenselbstorganisationen sollen besser in Regelstrukturen und -förderungen eingebunden werden. Sie sollen zudem einen besseren Zugang zu Fachgremien und Netzwerken erhalten, sich dort mit ihrer Expertise einbringen und für ihre Arbeit sowie strukturelle und institutionelle Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen sensibilisieren. Um das zu erreichen, hat der Paritätische NRW in seinem Projekt auf Tandems aus MSO und anderen Organisationen gesetzt. Zwölf Tandems wurden ein Jahr lang durch fachliche Beratung und die Weitergabe von Fördermitteln unterstützt. Wichtig war dem Verband dabei, dass beide Tandem-Partner*innen voneinander profitieren und lernen und auf Augenhöhe zusammenarbeiten.

Input, Erkenntnisse, Austausch

Wie wurde das praktisch umgesetzt? Welche Erfahrungen haben die Tandem-Partner gemacht, welche Hindernisse mussten sie überwinden und welche Erkenntnisse haben sie gewonnen? Diesen Fragen geht der Paritätische in der Abschlussveranstaltung des Projekts nach. Neben den Erfahrungsberichten der Kooperationspartner gibt es zudem einen Vortrag von Yasmine Chehata von der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln zum Thema „Powersharing und Solidarität“. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich mit den Kooperationspartnern über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Termin und Anmeldung

Die Abschlussveranstaltung „Powersharing und Solidarität“ des Projekts „In der Vielfaltsgesellschaft gemeinsam solidarisch Handeln!“ findet am 14. Juni 2024 von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Jahrhunderthaus Bochum (Alleestraße 80, 44793 Bochum) statt. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten. Um eine Anmeldung wird gebeten.