Der Paritätische NRW

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Ein bunter Regenschirm

Al­tern un­term Re­gen­bo­gen

Einrichtungen der Senior*innenarbeit haben oft nur wenig „Regenbogen-Kompetenz“. Das heißt, sie sind nicht oder nur wenig auf die besonderen Bedürfnisse und Lebenslagen von Lesben, Schwulen, Bi, Trans*- und Inter*-Personen (LSBTI*) ausgerichtet. Auch Angebote innerhalb der LSBTI*-Community erreichen die älteren Menschen oft nicht, da sie sich überwiegend an Jüngere richten. Die Stadt Düsseldorf will das ändern und hat deswegen die Fachstelle „Altern unterm Regenbogen“ geschaffen, die von der Frauenberatungsstelle Düsseldorf, der Aidshilfe Düsseldorf und dem AWO Kreisverband Düsseldorf umgesetzt wird. Die Frauenberatungsstelle Düsseldorf und die Aidshilfe NRW als Landesverband der nordrhein-westfälischen Aidshilfen sind Mitgliedsorganisationen im Paritätischen NRW.

Vernetzen, Angebote schaffen, sensibilisieren

Die Fachstelle „Altern unterm Regenbogen“ setzt sich in Düsseldorf für die Interessen von Menschen ab 55 Jahren ein, die sich als Lesben, Schwule, Bi, Trans*- und Inter*-Personen identifizieren. Sie stärkt und vernetzt die Menschen untereinander und fördert den Ausbau oder die Neugründung von Gruppenangeboten. Zu den Aufgaben der Fachstelle gehört außerdem die Aufklärung, Sensibilisierung und Fortbildung der Fachkräfte in der senior*innenbezogenen Arbeit. Sie erarbeitet zum Beispiel eine Handreichung und initiiert Impuls- und Informationsveranstaltungen.

Die richtige Ansprechperson für unterschiedliche Bedürfnisse

Aufgrund ihrer unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen übernehmen die drei Träger*innen verschiedene Schwerpunkte. Bei der Aidshilfe Düsseldorf finden Schwule, bisexuelle Männer, Männer, die Sex mit Männern haben sowie Trans*- und Inter*-Personen die richtigen Ansprechpersonen. Lesbische, bisexuelle und frauenliebende Frauen* können sich an die Frauenberatungsstelle Düsseldorf wenden. Der AWO Kreisverband Düsseldorf übernimmt die Beratung von Leiter*innen, Koordinator*innen, Angebotsinitiator*-innen und Besucher*innen der „zentren plus“, den Anlaufstellen für Menschen ab 55 Jahren in Düsseldorf. Fachkräfte aus der Senior*innenarbeit und Altenpflege werden bei allen drei Trägern beraten.