Der Paritätische NRW

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Eine Seniorin stützt ihre Hände und ihr Kinn auf ihre Gehhilfe mit einem erleichterten Gesichtsausdruck.
© pikselstock/Adobe Stock

Trau­ma im Al­ter: Köl­ner Ve­r­ein hilft Frau­en ab 60 ih­re Le­bens­si­tua­ti­on zu ver­bes­sern

30.11.2023

Die Kölner Beratungsstelle Paula, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, unterstützt Frauen ab 60 Jahren, die in der Vergangenheit Traumata und Gewalt erlebt haben und sich heute noch dadurch belastet fühlen. Außerdem berät sie Frauen, die aktuell unter Gewalt, Verlust, schweren Erkrankungen oder anderen traumatischen Erfahrungen leiden. Da nicht alle Frauen die Möglichkeiten haben, in die Beratungsstelle zu kommen oder das digitale Angebot wahrzunehmen, gibt es seit einiger Zeit das Projekt „Niederschwellige aufsuchende Traumafachberatung für von Gewalt betroffene Frauen ab 60 Jahren in Köln“.

Besuche zu Hause oder an einem Ort der Wahl

Im Rahmen des Projekts der aufsuchenden Beratung treffen sich die Beraterinnen von Paula mit den betroffenen Frauen bei diesen zu Hause oder an einem neutralen Ort. Besuche in Einrichtungen, wie einem Krankenhaus, einem Hospiz, in der Gerontopsychiatrie oder in einer Altenpflegeeinrichtung sind ebenfalls möglich. Auch Angehörige und Freund*innen der Frauen oder Mitarbeitende aus Gesundheits-, Pflege- und Beratungsberufen können sich an die Beratungsstelle wenden. Egal, ob die Frauen eher zu den jüngeren Älteren zählen oder bereits hochaltrig sind: Paula hilft ihnen, den für sie passenden Weg zur Verbesserung ihrer Lebenssituation zu finden. Die An- und Zugehörigen und die Mitarbeitenden aus den Gesundheits-, Pflege- und sozialen Berufen sensibilisiert und stärkt die Beratungsstelle, damit auch sie älteren Frauen traumasensible und bedarfsgerechte Unterstützung anbieten können.

Thema transgenerationale Traumatisierung

Für das Projekt kooperiert Paula mit der feministischen Frauenrechts- und Hilfsorganisation medica mondiale. Diese bringt ihre Expertise zu transgenerationaler Traumatisierung in das Projekt ein. Geplant sind neben fachlichem Austausch auch praktische Handreichungen für Angehörige und Mitarbeitende im Gesundheitswesen sowie die Entwicklung eines Videos zum Thema der transgenerationalen Traumatisierung.