Der Paritätische NRW

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Eine Frau mit Kopftuch hält ein Kleinkind auf dem Arm und schaut Papiere durch.

Arbeitsausbeutung stoppen: Förderung von Beratungsangebot bis 2028 verlängert

Menschen, die in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, von Arbeitsausbeutung betroffen sind oder ihren Arbeitsplatz verloren haben, finden in NRW kostenfreie Unterstützung: Die Beratungsstellen Arbeit stehen Ratsuchenden in allen Kreisen und kreisfreien Städten zur Seite. 17 der 53 Beratungsstellen sind bei Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW angesiedelt. Die Förderung des Angebots wurde erneut um drei Jahre verlängert und läuft bis 2028.

Aktiv gegen Arbeitsausbeutung

Über 210.000 Gespräche haben Mitarbeitende der Beratungsstellen Arbeit in den vergangenen zwei Jahren mit Ratsuchenden zu arbeitsrechtlichen, finanziellen oder psychosozialen Anliegen geführt. Kostenlos und vertraulich können sich Arbeiternehmer*innen an die Stellen wenden, wenn sie von Arbeitslosigkeit bedroht oder von Arbeitsausbeutung betroffen sind. Die Zahlen aus dem letzten Förderungszeitraum 2023 bis 2025 zeigen, dass die Beratungsstellen Arbeit insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund eine wichtige Anlaufstelle sind. Viele von ihnen arbeiten im Paket- und Kurierdienst, im Baugewerbe oder in der Fleischindustrie – Branchen in denen missbräuchliche Arbeitsbedingungen bekannt sind. Durch fehlende Sprach- und Rechtskenntnisse sind sie häufig Opfer von Arbeitsausbeutung. Um diesem Missstand entgegenzuwirken und Betroffenen weiterhin professionelle Unterstützung bieten zu können, wurde die Förderung der Beratungsstellen Arbeit um drei Jahre bis Ende 2028 verlängert.

NRW-weites Beratungsangebot

In jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt Nordrhein-Westfalens gibt es eine Beratungsstelle Arbeit. 17 von ihnen gehören zu Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW: Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach, ASH Gütersloh, ASH Sprungbrett in Bergheim, awb im Kreis Lippe, Begegnungszentrum Ibbenbüren, förderungs- & bildungsgemeinschaft jugend- und altenarbeit vingst/ostheim in Köln, GAB Solidargesellschaft der Stiftung Solidarität in Bielefeld, impulse in Ahlen, Beckum und Warendorf, initec in Lippstadt, Jugend und Familiendienst in Rheine, Multikulturelles Forum in Lünen und Bergkamen, PadAlz – Paderborner Arbeitslosenzentrum, Ruhrwerkstatt Kulturarbeit im Revier in Oberhausen, Soziokultur Achtermannstraße in Münster, VSB in Gummersbach, Werkstatt im Kreis Unna und wirkstatt im Kreis Euskirchen. Sie alle kümmern sich vor Ort um die Anliegen der Ratsuchenden und finden mit ihnen individuelle Wege, um ihre Ansprüche durchzusetzen und die persönliche Situation zu verbessern. Gefördert werden die Angebote durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie sind zugleich wichtiger Bestandteil des landesweiten Netzwerks gegen Arbeitsausbeutung.