Der Paritätische NRW

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Die Hand einer jungen Person liegt fürsorglich auf der Schulter einer älteren Person. Die älter Person legt ihre Hand auf die Hand.
© Creativa Images/Adobe Stock

An der Sei­te von un­heil­bar kran­ken Men­schen: Bud­dy-Pro­jekt sorgt für früh­zei­ti­ge Un­ter­stüt­zung

25.01.2024

Menschen mit schwersten fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankungen und ihre Zugehörigen stehen oft schon ab Diagnosestellung vor großen Herausforderungen. Im Kölner Buddy-Projekt erhalten sie frühzeitig Unterstützung von so genannten Buddies. Diese stehen ihnen als Wegbegleiter*innen zur Seite und vermitteln Hilfsangebote. Das Buddy-Projekt ist eine Initiative der Caring Community Köln. Maßgeblich beteiligt sind das Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln und sein Förderverein Endlich, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW.

Entlasten und Lebensqualität schenken

Das Projekt richtet sich an volljährige Menschen aus Köln mit schwersten fortgeschrittenen Erkrankungen und ihre Zugehörigen, unabhängig von Diagnose und individueller Lebenssituation. Voraussetzung ist, dass die erkrankten Menschen noch nicht palliativmedizinisch versorgt oder hospizlich begleitet werden. Sie bekommen einen so genannten Buddy zur Seite gestellt. Die Buddies haben Zeit für die Betroffenen, hören zu, helfen bei Papierkram, bieten Informationen zu Versorgungsmöglichkeiten, koordinieren passgenaue Hilfe und begleiten auf schwierigen Wegen, zum Beispiel zu Ämtern, medizinischen oder sozialen Einrichtungen. So entlastet sie die Betroffenen und ihre Zugehörigen und schenken ihnen Lebensqualität. Die Buddies können auch bei Konflikten vermitteln und unterstützen und sind selbst krisenfest.

Buddy finden, Buddy werden

Das Projekt ist nicht an einen Anbieter oder an eine Krankenkasse gebunden und die Unterstützung ist kostenlos. Unter buddy-koeln.de/buddy-finden gibt es Informationen, wie Interessierte einen passenden Buddy finden. Menschen, die sich als Buddy engagieren wollen, müssen volljährig sein und sollten sich vorstellen können, mindestens ein Jahr etwa drei bis fünf Stunden pro Woche ehrenamtlich tätig zu sein.

Gemeinschaftlicher Einsatz für Schwerstkranke

Neben der Caring Community Köln und dem Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln und seinem Förderverein Endlich sind die Stadt Köln, die AOK Rheinland/Hamburg, die Hospiz- und Palliativ Arbeitsgemeinschaft Köln und das Palliativ- und Hospiznetzwerk Köln an dem Projekt beteiligt. Das Zentrum für Palliativmedizin der UK Köln begleitet das Projekt wissenschaftlich.