Der Paritätische NRW

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Drei Oberkörper von Erwachsenen, die nebeneinander sitzen. Person in der Mitte hält ein Tablet in den Händen.

Künstliche Intelligenz in den Ambulanten Hilfen zur Erziehung: Chance oder Risiko?

Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die Arbeitswelt – auch in den Ambulanten Hilfen zur Erziehung. Sie kann Mitarbeitende entlasten, die Qualität sozialer Dienstleistungen steigern und völlig neue, innovative Unterstützungsformen ermöglichen. Gleichzeitig wirft ihr Einsatz wichtige Fragen auf: Wie steht es um unsere ethische Verantwortung? Wie verhindern wir Diskriminierung? Und welche KI-Anwendungen sind heute überhaupt sinnvoll und zulässig? Diesen Themen widmet sich die Fachtagung „Künstliche Intelligenz in den Ambulanten Hilfen zur Erziehung“ am 2. Juli 2026 in Münster. Die Tagung ist eine Veranstaltung des LWL-Landesjugendamts in Kooperation mit Caritas, AWO, Diakonie, VPK und dem Paritätischen NRW.

KI verstehen und verantwortungsvoll nutzen

Kommen in der Sozialen Arbeit KI-Tools zum Einsatz, sollten ihre Chancen und Risiken vorab sorgfältig beleuchtet werden. Die Fachtagung „Künstliche Intelligenz in den Ambulanten Hilfen zur Erziehung“ vermittelt ein umfassendes und aktuelles Bild von KI, das es ermöglicht, in Einrichtungen der Jugendhilfe kritisch, kompetent und verantwortungsvoll mit KI umzugehen und entsprechende Anwendungen zu implementieren. In drei unterschiedlichen Vorträgen werden zentrale Perspektiven vorgestellt: Professor Eik Henning Tappe von der FH Münster gibt einen Überblick über generative KI, ihre Grundlagen, Potenziale, Risiken und wesentliche ethische Fragestellungen. Anschließend präsentieren Professor Jan-David Liebe, Jan-Oliver Kutza und Michael Rau von der Hochschule Osnabrück das Projekt „AId4children“, das neue Perspektiven für den Einsatz von KI im Kinderschutz eröffnet. Zum Abschluss stellen Maximilian Weiß, Fachreferent für Digitalisierung und Transformation beim Paritätischen NRW, und Katja Gast vom Gemeinschaftsdienst Iserlohn, einer Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW, das Projekt „IANOS – Intelligente Assistenten für eine nachhaltige Optimierung des Sozialwesens“ vor. Eine abschließende Phase bietet Raum für Fragen, Diskussionen und das Testen einer virtuellen Realität.

Informationen zur Teilnahme

Die Fachtagung richtet sich an Fach- und Führungskräfte der öffentlichen und freien ambulanten Jugendhilfe und findet am 2. Juli 2026 im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster statt. Das Teilnahmeentgelt beträgt 46,90 €, hinzu kommen 38,85 € für die Verpflegung; die Anmeldung ist über das Fortbildungsportal des LWL möglich. Veranstalter ist das LWL-Landesjugendamt. Zu den Kooperationspartnern gehören neben dem Paritätischen NRW das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe, der Caritasverband für die Diözese Münster und der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe sowie der VPK-Landesverband.