Der Paritätische NRW

Navigation

Sechs Frauen verschiedener Herkunft, die glücklich in die Kamera gucken. Eine hält das Plakat "SHEroes today!" in den Händen.

Vernetzen, empowern, sichtbar werden: Frauen in der Vorstandsarbeit von Migrantenselbstorganisationen

Frauen sind an der Spitze von Vereinen und Organisationen im Jahr 2026 noch immer deutlich unterrepräsentiert. Auch in den Vorständen von Migrantenselbstorganisationen nehmen meist Männer die Führungsrollen ein. Die Fachberatung Migrantenselbstorganisationen (MSO) des Paritätischen NRW geht dieses Missverhältnis seit vielen Jahren aktiv an und fördert die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Vorstandsarbeit von MSO in NRW. Zum internationalen Weltfrauentag am 8. März ist eine landesweite Fotoaktion des Netzwerks geplant.

Frauen in der Vorstandsarbeit

Sowohl in den Parlamenten, als auch in Verbänden und Vereinen sind Frauen in Führungsrollen wenig vertreten. Dabei sind ihre Sichtweise und Entscheidungen essenziell für eine gerechte Realpolitik. Wie sich diesem Ungleichgewicht erfolgreich entgegenwirken lässt, zeigt das Qualifizierungsangebot für Frauen in Migrantenselbstorganisationen von der Fachberatung MSO beispielhaft. Die Fachberatung MSO berät, fördert und unterstützt Vereine von und für Menschen mit internationaler Familiengeschichte. Angesiedelt beim Paritätischen NRW und gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) ist sie Anlaufstelle für Vereine inner- und außerhalb des Verbandes. „Wir haben in unseren Beratungsgesprächen häufig gesehen, dass Frauen der Motor dieser Vereine sind, aber in repräsentativen Gremien überwiegend Männer anwesend waren“, berichtet Carmen Martínez Valdés, Fachgruppenleitung Migration, Frauen, Psychosoziale Beratung, LSBT* beim Paritätischen NRW. Aus dieser Erkenntnis entstand 2018 die Reihe „Frauen in der Vorstandsarbeit MSO“. 

Netzwerk fördert Sichtbarkeit

Von monatlichen Onlinetreffen bis hin zu Schulungen und Veranstaltungen – die Fachberatung MSO bietet seit 2018 verschiedene Austauschformate für Frauen in Migrantenselbstorganisationen an. Ziel ist es, Vernetzung, Empowerment, Weiterbildung und Sichtbarkeit zu fördern. Mit Erfolg, wie Martínez Valdés erläutert: „Wenn ich mir das letzte MSO-Vernetzungstreffen anschaue, dann glaube ich, dass uns hier viel gelungen ist. Es haben viele junge, teilweise neu gewählte Frauen teilgenommen. Ein ganz anderes Bild als vor sechs bis sieben Jahren.“ Aus den Veranstaltungen hat sich über die Jahre ein starkes Netzwerk von engagierten Migrantinnen entwickelt, das die Aktivitäten von Frauen für Frauen in MSO nach außen tragen will.

Fotoaktion zum Weltfrauentag 2026

Mit der NRW-weiten Fotoaktion „SHEroes today!“ wollen die Frauen auf ihre Arbeit in den Vereinen aufmerksam machen. Dafür fotografieren sie sich bei ihren Aktionen und Veranstaltungen rund um den internationalen Weltfrauentag am 8. März mit einem gemeinsamen Plakatmotiv. Die eingesendeten Fotos werden anschließend mit dem Vereinsnamen und auf Wunsch mit einem Begleittext auf der Website der Fachberatung MSO und auf der Facebook-Seite der Fachberatung veröffentlicht. Landesweit, vielfältig und direkt aus den Organisationen heraus entsteht so ein breites Bild, das die Initiativen von Frauen in Migrantenselbstorganisationen öffentlich sichtbarer macht.