
Starke Bilder, starke Worte: Düsseldorfer Projekt macht Erfahrungen geflüchteter Frauen sichtbar
Das Projekt „Ich. Darf.“ der frauenberatungsstelle düsseldorf, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, begleitete ukrainischen Frauen mit Flucht- und Gewalterfahrung und macht ihre Geschichten erfahrbar: Fotoporträts und Texte, die im Rahmen der künstlerisch-psychologischen Zusammenarbeit entstanden sind, können nun in der gleichnamigen Ausstellung in der Stadtbücherei Düsseldorf betrachtet werden.
Von Selbstzweifel zu Selbstzuwendung
Wie können Fluchterfahrungen verarbeitet werden? Wie beeinflusst erlebte Gewalt die Selbstwahrnehmung und wie kann man mit all den Belastungen im Gepäck in einem fremden Land selbstbestimmt einen neuen Anfang wagen? Mit dem künstlerisch-psychologischen Projekt „Ich. Darf.“ hat die frauenberatungsstelle düsseldorf, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, geflüchtete ukrainische Frauen unterstützt und ihnen Raum für ihre Erfahrungen und Geschichte gegeben. Zunächst entstanden in einem Fotoshooting ausdrucksstarke und persönliche Porträts der Teilnehmerinnen. Anschließend folgten Workshops, in denen die Frauen ihre Erlebnisse, Gedanken und Gefühle reflektierten und in sehr persönlichen Texten unter dem Motto „Ich. Darf. – Bewegung nach vorn“ festhielten. Die Ergebnisse des Projekts sind in der gleichnamigen Ausstellung „Ich. Darf.“ vom 23. Februar bis 8. März 2026 in der Stadtbücherei Düsseldorf zu sehen. Die Ausstellung lädt dazu ein, den Erfahrungsweg der Teilnehmerinnen nachzuempfinden und sensibilisiert für die Lebensrealitäten geflüchteter Frauen.
Landesprogramm für Schutz und Unterstützung
Die Workshops fanden im Rahmen des Projektes need-help.NRW statt, das bis Ende 2025 vom MKJFGFI NRW gefördert wurde. Mit dem Programm wurden Frauen und Kinder unterstützt, die aufgrund von Krieg nach Deutschland geflüchtet sind und hier von geschlechtsspezifischer oder häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind, mit dem Ziel, Gewalt im Fluchtkontext vorzubeugen und Betroffenen Schutz und Orientierung zu bieten. Weiterer Förderer des Projekts ist der Soroptimist International Club Düsseldorf-Karlstadt.