
Mehr als Hygiene: Der Mobile Dusch- und Beratungstreff unterstützt Wohnungslose in Münster
Ein warmes, sauberes Badezimmer und Zeit sowie Privatsphäre für die eigene Körperpflege – was für viele Menschen selbstverständlich ist, ist für Wohnungslose ein seltenes Privileg. Doch das Grundbedürfnis nach Körperpflege sollte kein Luxus sein. Aus diesem Grund stellt der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland (ASB Münsterland), Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW, wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen mit dem Mobilen Dusch- und Beratungstreff (MoDuBe) ein kostenloses Badezimmer auf Rädern zur Verfügung.
Körperhygiene fördert soziale Teilhabe
Regelmäßige Körperhygiene beugt Krankheiten vor, steigert das Selbstwertgefühl und dadurch auch die Selbstwirksamkeit, denn wer sich gesund und wohl in seiner Haut fühlt, kann leichter auf andere zugehen und bei Bedarf auch Unterstützung annehmen. Deshalb fährt der Mobile Dusch- und Beratungstreff vom ASB Münsterland mehrmals pro Woche verschiedene Standorte in der Stadt an und ermöglicht Wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen eine warme Dusche und Gespräche mit Fachkräften. Ausgestattet mit Fußbodenheizung, beheizbarem Handtuchhalter, Hygieneartikeln und frischer Unterwäsche bietet das Badezimmer auf Rädern eine sichere und saubere Rückzugsmöglichkeit. Ein Zelt mit Sitzbänken nebendran schafft einen Treffpunkt, der über das reine Hygieneangebot hinausgeht. Der MoDuBe ist kostenfrei und kann ohne vorherige Anmeldung genutzt werden, unabhängig davon, ob die Besucher*innen nur duschen, sich bei einer heißen Tasse Kaffee unterhalten oder eine individuelle Beratung in Anspruch nehmen möchten.
Viel Unterstützung für den MoDuBe
Mit dem niedrigschwelligen Angebot reagiert der ASB Münsterland auf die steigende Zahl wohnungsloser Menschen in Münster und rückt das Thema in die Öffentlichkeit. Der Duschanhänger steht bewusst an zentralen Orten, wo er von der Stadtgesellschaft wahrgenommen wird. Denn neben finanziellen und Sachmittel-Spenden freuen sich die Projektverantwortlichen auch immer über Ehrenamtliche, die den Mobilen Dusch- und Beratungstreff mit ihrer Zeit und einem offenen Ohr für die Besucher*innen unterstützen. Auch die Stadt und beispielsweise das Bistum Münster unterstützen das Projekt und stellen je nach Standort die nötige Infrastruktur mit Wasser und Strom zur Verfügung. Gefördert wird das Angebot im Rahmen des Programms „EhAP Plus“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus).